Steinmarder sind lebhafte Zeitgenossen, die Geschmack an Kunststoff finden und sich gerne unter Motorhauben austoben. (FOTO: DPA)
Gerade jetzt im Hochsommer käme es häufig zu Marderschäden im Auto, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Aber nicht die Wärme des Motors oder der Geschmack von Kunststoff und Gummi lockt die Tiere an. Vielmehr sei es der Duft eines Rivalen, weiß Goris. Jetzt in der Ranzzeit sind die Steinmarder auf Brautschau, ihr Revier markieren sie mit Sekreten aus Duftdrüsen.
„Und wehe, wenn ein Rivale ins eigene Revier eingedrungen ist, dort markiert hat und ein nichtsahnender Autofahrer hat genau dort vorher seinen Wagen geparkt“, sagt die Expertin und beschreibt die Beißwut der nur zwei Kilogramm schweren Pelztiere: „Kunststoffschläuche, Isolierungen und Kabel sind vor den Beißattacken des wütenden Mardermännchens nicht mehr sicher.“ Fährt der unwissende Autofahrer gar zwischen zwei Marder-Revieren hin und her, hat er gleich zwei markierende Marder als Gegner.
Marder ist nicht gleich Marder. Ihr Unwesen in Autos treiben ausschließlich Steinmarder. Sie lockt es in die Nähe menschlicher Siedlungen und damit auch in den Motorraum von Autos. Dagegen bleibt der Baummarder dort, wo er dank seines Namens auch vermutet wird: im Wald.
Für Laien sehen sich beide zum Verwechseln ähnlich, aber sie unterscheiden sich deutlich durch den Kehlfleck. Er ist beim Baummarder ockergelb und nicht weiß und bis zu den Vorderpfoten gegabelt wie beim Steinmarder.
Was tun bei Marderschäden am Auto und wie davor schützen? Wir geben Tipps in der Bildergalerie: