Audi Quattro und Co.: Auto-Ikonen der 1980er Jahre

30.08.2011 17:16 Uhr | Aktualisiert 31.08.2011 11:27 Uhr
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Die 1980er Jahre waren ein Jahrzehnt des Rallye-Sports. (FOTO: HERSTELLER/ MATEJ BATHA)

Die 1980er sind ein Jahrzehnt mit Bleifuß. Audi bereitet durch die sportlichen Erfolge des Quattro dem Allrad-Antrieb den Weg. Kompaktwagen blähen die Backen auf den Rallye-Pisten und auch die Straßen-Sportwagen werden immer schneller.
Halle (Saale)/MZ/DMN. 

Ferdinand Piëch nahm den Mund nicht zu voll, als er – seinerzeit Entwicklungsvorstand bei Audi – in Genf den ersten Audi Quattro vorstellte. „Der Allradantrieb im Straßen-Personenwagen hat hiermit Premiere“, sagte Piëch und sollte Recht behalten.

Als der Quattro Ende 1980 zu den Händlern rollte, war sein permanenter Allrad-Antrieb und der 200 PS starke Fünfzylinder-Turbomotor revolutionär.

Michele Mouton, Stig Blomqvist, Hannu Mikkola und das Duo Walter Röhrl und Christian Geistdörfer schrieben Rallyesport-Geschichte mit dem Audi Quattro Rallye A2. Zwischen 1982 und 1984 konnten sie zwei Marken- und Fahrer-Weltmeistertitel einfahren.

Die 1980er Jahre waren ohnehin das Jahrzehnt des Rallye-Sports. In der populären Gruppe B der Rallye-Weltmeisterschaft traten monströs aufgeblasene, turbo-geladene Leistungsmonster auf Basis ursprünglich zahmer Straßenfahrzeuge gegeneinander an. Die Begeisterung endete, als 1986 mehrere entsetzliche Unfälle in der Gruppe B die Rallye-WM überschatteten, bei denen auch Zuschauer zu Tode kamen. Am Ende des Jahres wurde die Gruppe B in der Rallye-Weltmeisterschaft eingestellt.

Ab der Mitte des Jahrzehnts kamen Straßensportwagen auf den Markt, die bis heute Stoff automobiler Träume sind. Der Porsche 959 war 1986 das schnellste straßenzugelassene Auto. Der Supersportler wurde nur bis 1988 gebaut. Der 450 PS starke Allrad-Renner ist eine kompromisslose Fahrmaschine. Er erreicht Tempo 100 in 3,7 Sekunden.

Ferrari brachte zum 40jährigen Firmenjubiläum mit dem F40 Rennsport-Technik auf die Straße, zum Beispiel Karosserieteile aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Der Renner mit dem turbo-geladenen Achtzylinder ist 479 PS stark und fährt 324 km/h Spitze.

Die 80er brachten aber auch Klein- und Kompaktwagen, die das Straßenbild lange prägen sollten. Der Fiat Panda wurde von 1980 bis 2003 nahezu unverändert gebaut und definierte die Sparte der Kleinstwagen. Der Peugeot 205 sollte sich von 1983 bis 1996 halten. Opel brachte den ersten Corsa auf die Straßen. Der Golf ging 1983 in die zweite Generation, während der Käfer in Mexiko immer noch vom Band lief und lief und – lief.