Ein 1956er Ford Pickup als Golf-Cart: Wer sagt, dass die kleinen Elektro-Wagen langweilig sein müssen. (FOTO: HERSTELLER)
Hrubys Firma Luxury Carts baut auf Hawaii Golf-Carts, die aussehen wie schnelle Sportwagen, edle Luxuslimousinen und SUVs, chromglänzende Oldtimer oder coole Hotrods. Michael Hruby bietet seinen Kunden mehrere Design-Linien an, setzt aber auch individuelle Kundenwünsche um – für das entsprechende Kleingeld.
Die Karts bauen alle auf dem gleichen Club-Car-Chassis auf. Die Karosserien werden aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt und direkt auf den Aluminium-Rahmen genietet. Besonders beliebt bei der Kundschaft sind Golf-Karts, die Züge beliebter Luxus-Marken tragen.
„Brooklyn“ statt Bentley
Die Limousine „Brooklyn“ zum Beispiel spielt klar auf das Design von Bentley an, und die Golf-Karts der Designlinie „LaBenz“ sind kleine Cabrios im Mercedes-Look. Für einen solchen Golfplatz-Benz zahlt der Kunde umgerechnet etwa 12.000 Euro. Wer weniger Wert auf Understatement legt, der kann auch mit einem kantigen Hummer-Geländewagen zum persönlichen Golf-Krieg über das Grün düsen – mit immerhin bis zu 25 km/h.
Nicht nur auf dem Golfplatz, auch in Ferien-Resorts, Rentner-Siedlungen oder auf dem Uni-Campus sieht der Hersteller Einsatzmöglichkeiten für seine kleinen Flitzer. Die Standard-Motorisierung ist ein Elektromotor mit knapp vier PS, möglich ist auch der Einbau eines kleinen 9 PS-Benziners.
Mit Blinkern und straßentauglichen Reifen ausgestattet bekommen die Karts für Wohngebiete in den USA sogar eine Straßenzulassung als „neighbourhood vehicles“. Zum Cruisen in der Nachbarschaft reicht es allemal, wenn der Ferrari vier statt 400 Pferdestärken hat.