Sachsen-Anhalt: Stipendium-Quote ist noch nicht erfüllt

17.05.2012 18:39 Uhr | Aktualisiert 17.05.2012 19:32 Uhr
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Deutschlandstipendium

Bundesweit gibt es derzeit rund 5 300 Deutschlandstipendiaten. (FOTO: DPA)

Sachsen-Anhalts Hochschulen haben bislang nur etwas mehr als die Hälfte ihrer möglichen Stipendien vergeben. Das Land landet damit bundesweit auf Rang neun.
Halle (Saale)/MZ/FHO. 

"Aufstieg durch Bildung" lautet das Motto mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung für das Deutschlandstipendium wirbt. Seit dem Start zum Sommersemester 2011 haben bundesweit rund 5 300 Hochschulstudenten ein solches Stipendium bekommen. Jedoch beteiligen sich laut Stifterverband der Deutschen Wissenschaft ein Viertel der Hochschulen überhaupt nicht an dem Programm.

Sachsen-Anhalt landet im Ländervergleich auf Platz 9. Die teilnehmenden Einrichtungen im Land haben demnach 56,5 Prozent ihrer möglichen Stipendien vergeben. Im bundesweiten Vergleich liegen die Hochschulen des Saarlands an der Spitze. Sie haben laut Angaben ihr Kontingent zu 100 Prozent genutzt. Schlusslicht ist Hamburg mit 17,8 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatten an den Hochschulen Sachsen-Anhalts 162 Studenten ein Stipendium bekommen. Insgesamt standen 238 Stipendien zur Verfügung. Innerhalb des Landes rangiert die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg auf dem ersten Rang mit 72 Stipendiaten, allein 23 sind in diesem Jahr hinzugekommen. An der Martin-Luther-Universität in Halle erhöhte sich die Zahl der Stipendien in diesem Jahr um 19 auf 54 Stipendien. Seit dem vergangenen Wintersemester gibt es darüber hinaus neun Deutschland-Stipendiaten an der Hochschule Harz und zwölf an der Hochschule Merseburg. An der Hochschule Anhalt bekamen die ersten 15 Stipendiaten Ende April dieses Jahres ihre Urkunden.

Studenten können eine maximale Förderung von 3 600 Euro im Jahr bekommen. Die Hochschule zahlt 150 Euro im Monat, hinzu kommt die gleiche Summe von einem Unternehmen, einer Stiftung, einem privaten Förderer oder einem Verband.