Studenten (FOTO: DPA)
An Sachsen-Anhalts Universitäten und Hochschulen absolvierten im Jahr 2010 rund 8 400 Studenten ihre Abschlussprüfungen. Davon legten weniger als 30 Prozent der Studierenden ihre Prüfungen in der Regelstudienzeit ab. Die Mehrheit der Studenten Sachsen-Anhalts, knapp 70 Prozent, benötigte zwei Semester länger, um den gewünschten Abschluss zu erreichen.
Die Zahlen zeigen, in welchem Umfang es Studienstruktur und Lehrangebot den Studierenden erlauben, ihr Studium in der Regelstudienzeit zu beenden. So gibt es zum Beispiel Lehrveranstaltungen, die nicht in jedem Semester angeboten werden, aber für den Erwerb des Abschlusses notwendig sind.
Neben den Studienbedingungen an den Hochschulen wird die Studiendauer aber auch von individuellen Faktoren, wie Finanzierung, Kinderbetreuungszeiten oder Vorbildung des Studierenden, beeinflusst. Die Regelstudienzeit ist für den Leistungsanspruch der Studierenden nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Bafög) entscheidend, denn entsprechende Bafög-Leistungen werden nur in Ausnahmefällen über die Regelstudienzeit hinaus gewährt.
Die Statistik gibt darüber hinaus Auskunft über die Promotionsquoten. Sachsen-Anhalt liegt mit 0,89 Promotionen je Professor im Bundesdurchschnitt. Im Bereich der Ingenieurwissenschaften führt das Land mit Abstand sogar die Rangliste vor den anderen Bundesländern an. Da das Anfertigen einer Dissertation als Forschungsarbeit angesehen wird, gilt diese Quote auch als Forschungsindikator.