Bundesliga: Köln steigt ab - Hertha geht in die Relegation

05.05.2012 17:59 Uhr
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Köln gegen Bayern München

Das Kölner Eigentor zum 0:2 gegen den FC Bayern München. (FOTO: DAPD)

Von Mike Lukanz
Für Lukas Podolski schließt sich ein Kreis. Zum zweiten Mal nach 2006 verlässt der Kölner Volksheld seinen 1. FC Köln und zum zweiten Mal hinterlässt er einen Zweitligisten.
Berlin/dapd. 

Köln steigt zum fünften Mal aus der Fußball-Bundesliga ab, Hertha BSC schafft am letzten Spieltag den Sprung auf den Relegationsplatz. Die Bayern waren beim 4:1 für den FC Köln zu stark, Hertha bewies eine eindrucksvolle wie lang vermisste Moral und schlug Hoffenheim mit Herthas Ex-Trainer Markus Babbel 3:1.

Bereits nach einer Viertelstunde war die erste Karte im Fernduell gelegt. Änis Ben-Hatira zirkelte einen Freistoß in den Strafraum der Hoffenheimer und Sekunden später zappelte der Ball im Netz. Köln begann ähnlich aggressiv, Podolski hatte mehrfach die Chance zur Führung auf dem Fuß. Die Bayern zogen jedoch an und machten schnell kurzen Prozess mit einem dann demoralisierten Kölner Team. Demnach blickte alles recht früh Richtung Hauptstadt, dort potenzierte jeder Treffer der Bayern die euphorisierte Stimmung der Berliner Anhänger. Ein Ausgleich für Hoffenheim hätte alles gekippt. Hätte. Er fiel aber nicht. Für den FC endet damit eine Saison voller Chaos und Unruhe, Rehhagel hat in Berlin zumindest den ersten Teil seiner Mission erfüllt.

Die Euphorie in Dortmund kannte schon seit zwei Wochen keine Grenzen mehr, doch wer dachte, dass sich der BVB entspannt zurücklehnen würde, sah sich einmal mehr getäuscht. Immerhin gab es noch einen Rekord zu knacken. Jürgen Klopps Mannschaft trägt sich nach dem 4:0 gegen Freiburg ein weiteres Mal in die Rekordbücher ein; 81 Punkte hat noch keine Mannschaft in der 49-jährigen Geschichte der Bundesliga erreicht. Ein würdiger deutscher Meister.

Keinen Rekord, aber immerhin die Europa League erreicht hat neben Bayer Leverkusen (4:1 in Nürnberg) und dem VfB Stuttgart (3:2 gegen Wolfsburg) noch Hannover 96 (2:1 gegen Kaiserslautern).

Vor 16 Jahren beendeten Dortmund, Bayern, Schalke und Gladbach zuletzt als die ersten Vier eine Bundesliga-Saison. Im gleichen Sommer wurde die deutsche Nationalmannschaft Europameister. Wieder ein Kreis, der sich auch für Lukas Podolski schließen könnte. Wenn auch ein schönerer.