Serbiens Fußball-Präsident Tomislav Karadzic (l) mit dem neuen Nationaltrainer Sinisa Mihajlovic. (FOTO: DPA)
Für den kommenden Donnerstag hat FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke daher den serbischen Verbandspräsidenten Tomislav Karadzic und einen Vertreter der UEFA zu einem Gespräch in die Weltverbandszentrale nach Zürich eingeladen.
In einem Brief an Karadzic, den die FIFA am Mittwochabend in Auszügen veröffentlichte, schrieb Valcke: „Es gilt festzuhalten, dass sich die europäischen Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees der Stimme enthalten haben. Ferner möchten wir betonen, dass das FIFA-Exekutivkomitee deutlich gemacht hat, dass eine solche Genehmigung keinen Schritt hin zu einer FIFA-Mitgliedschaft bedeutet, da diese von anderen Überlegungen abhängt.“
Da der Verband des Kosovo (FKK) kein Mitglied der Europäischen Fußball-Union UEFA ist, kann er gemäß Statuten auch kein FIFA-Mitglied sein. Der Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, wird aber von Serbien nicht anerkannt. UEFA-Chef Michel Platini zeigte sich vor dem FIFA-Kongress in Budapest verstimmt, dass FIFA-Präsident Joseph Blatter nicht vor der Abstimmung in der Exekutive „mit jemandem darüber gesprochen“ habe. In dem Brief von Valcke heißt es: „Die Entscheidung ist rein zur Unterstützung unseres Sports gefallen.“ Karadzic hatte zuvor kritisiert, dass der Beschluss „hinter verschlossenen Türen und ohne Anwesenheit des serbischen Verbandes“ erfolgt sei.