Genoveva Anonma erzielte einen Dreierpack gegen den FFC Frankfurt. (FOTO: DPA)
Damit behauptete Potsdam mit 50 Zählern zwei Spieltage vor Saisonende seine Tabellenführung mit einem Punkt Vorsprung auf den VfL Wolfsburg (49). Frankfurt verharrt mit 43 Punkten weiter hinter FCR Duisburg (45), das in München mit 0:2 patzte, auf Platz vier der Tabelle.
Die Vorentscheidung fällt nun am 20. Mai beim Duell der Turbinen in Duisburg, während zu gleicher Zeit Wolfsburg gegen Frankfurt antreten muss. „Potsdam hat es jetzt in der eigenen Hand, wieder Meister zu werden“, würdigte Frankfurts Trainer Sven Kahlert der Erfolg des Rivalen und fügte hinzu: „Vielleicht können wir gegen Wolfsburg ein bisschen dazu beitragen.“ Turbine-Coach Bernd Schröder würdigte das Spiel beider Teams: „Es war eine Werbung für den Frauen-Fußball. Wir haben verdient gewonnen.“
In der Begegnung auf hohem Niveau fanden die Gäste vom Main besser in die Partie und hatten Chancen auf die Führung. Doch zwei Tore der Afrikanerin Anonma innerhalb von nur drei Minuten machten die Frankfurter Sieghoffnungen zunichte. Zunächst verwandelte sie eine Eingabe von Isabel Kerschowski aus wenigen Metern ins lange linke Eck (24.), dann traf sie aus einem Strafraumgewimmel nach Ecke von Anita Göransson aus Nahdistanz (27.). Die WM-Spielerin aus Äquatorialguinea zog mit ihren Saisontreffern 18 bis 20 zugleich an die Spitze der Torjägerliste.
Vor 3860 Zuschauern steckten die Frankfurterinnen aber nie auf und kamen durch Saskia Bartusiak nach 57 Minuten zum Anschlusstreffer. Da aber Viola Odebrecht (67.) mit einer weiteren Potsdamer Großchance an Desiree Schumann im Frankfurter Kasten scheiterte, mussten die Gastgeberinnen bis zur 87. Minute warten, ehe Anonma mit einem Traumtor von der Strafraumgrenze den wichtigen Erfolg sicherte.