Fußball: Ein Wolf als neuer Gomez-Konkurrent

27.06.2012 23:15 Uhr
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Mandzukic

Drei Mal feierte Mandzukic bei der EM einen eigenen Torerfolg.(FOTO: DPA)

Der feurige Mario Mandzukic statt der „Bombe“ Edin Dzeko: Bayern München hat sich gegen den bosnischen und für den kroatischen Torjäger entschieden.
München/SID/DAPD. 

Der deutsche Fußball-Rekordmeister bestätigte gestern Nachmittag den Transfer des 26 Jahre alten Angreifers, der in der EM-Vorrunde drei Treffer für die kroatische Nationalmannschaft, genannt „die Feurigen“, erzielt hatte.

„Wir freuen uns sehr, mit Mario Mandzukic einen Topstürmer der Bundesliga zu bekommen“ sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. Mandzukic habe nicht zuletzt bei der EM „seine besonderen Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt“. Zugang Nummer sechs der Münchner nach Claudio Pizarro, Dante, Xherdan Shaqiri, Mitchell Weiser und Tom Starke „wird unseren Kader weiter verstärken.“

Der FC Bayern und der VfL Wolfsburg haben sich auf eine Ablösesumme von angeblich rund 13 Millionen Euro geeinigt, Mandzukic erhält einen Vertrag bis 2016. Ein Jahresgehalt von 3,5 Millionen Euro wurde kolportiert.

Petersen kann zu Werder

Der Kroate ist nach Pizarro (von Werder Bremen) der zweite namhafte Zugang für den Angriff, für den Präsident Uli Hoeneß eine „Bombe“ angekündigt hatte. Für Mario Gomez wird es nun schwer, seinen Stammplatz zu behaupten. Für den Wernigeröder Nils Petersen, der vor der vergangenen Saison für eine Ablösesumme von 2,8 Millionen Euro von Zweitligist Energie Cottbus nach München gewechselt war, ist damit kein Platz mehr. Der 23-Jährige soll vor einem Engagement bei Werder Bremen stehen.

Eigentlich wollte der FC Bayern den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko vom englischen Meister Manchester verpflichten wollen. Doch der Wechsel scheiterte dem Vernehmen nach an der zu hohen Ablöseforderung der Citizens. 30 Millionen Euro, hieß es, sollten die Münchner bezahlen.

Zwölf Tore in letzter Saison

Nun also Mandzukic an dem auch der FC Barcelona, der AC Florenz, Juventus Turin, Tottenham Hotspur und Lokomotive Moskau interessiert gewesen sein sollen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Vereine aus der Champions League allmählich Interesse an ihm zeigen, weil er bei der EM in der Tat Top-Leistungen zeigt“, hatte Wolfsburg Trainer-Manager Felix Magath bereits gesagt. Geht es nach Magath, ist Mandzukic am effektivsten im Sturmzentrum.

Dort, sagte er, sei der Kroate „so richtig aufgeblüht, da ist er erst zu ganz großer Form aufgelaufen“. Zwölf Tore erzielte „Super-Mario“ in der vergangenen Saison für Wolfsburg, zehn weitere legte er auf. Mandzukic war 2010 von Dinamo Zagreb gekommen und hatte in 56 Liga-Einsätzen 20 Treffer erzielt. Dennoch soll Magath mächtig verstimmt gewesen sein wegen Mandzukic’ negativer Körpersprache und der Wechselgelüste.

Die Bayern griffen mit Kusshand zu. Mandzukic-Berater Ivan Cvjetkovic hatte den Transfer seines Klienten schon vor der offiziellen Bekanntgabe am Mittag bestätigt. „Wir sind sehr froh, dass es mit dem Wechsel geklappt hat, es war der Wunsch von Mario bei einem Topklub zu spielen“, sagte Cvjetkovic dem Internetportal „Sport1“.