Das Geschäftsjahr 2011 war rückblickend zufriedenstellend. (FOTO: SAALESPARKASSE)
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und einem umkämpften Markt konnte das Geldinstitut seine Stellung als der Finanzpartner Nummer 1 für die Menschen in Halle und dem Saalekreis sichern und ausbauen. Mit einer um 7,75 Prozent gestiegenen Bilanzsumme und einer deutlich verstärkten Eigenkapitalbasis sehen der Vorstands- vorsitzende Friedrich Stumpf und die Vorstandsmitglieder Roger Schenkel und Dr. Jürgen Fox die Saalesparkasse auf dem richtigen Weg.
„Unser regional verankertes und am Bedarf der Menschen ausgerichtetes Geschäftsmodell hat sich auch im Jahr 2011 bewährt.“ stellte Friedrich Stumpf einleitend fest. „Die Saalesparkasse zählt zu den wichtigsten Katalysatoren des Wirtschaftskreislaufs in Halle und dem Saalekreis. Lokal generierte Einlagen unserer Kunden wandeln wir hier vor Ort um in Kredite für den Wohnungsbau und Unternehmensinvestitionen. Gewinne fließen ausschließlich in die Stärkung unseres Eigenkapitals und in gemeinwohlorientierte Vorhaben. Als Steuerzahler leisten wir zudem einen wichtigen finanziellen Beitrag für unsere Kommunen.“ Kurz: Die Gelder der Sparkasse verbleiben in der Region und sichern gleichzeitig die eigene geschäftliche Basis. „Diese besondere, von Nachhaltigkeit und Verantwortung geprägte, Geschäftsphilosophie honorieren auch unsere Kunden.“ Zur Vorstellung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2011 zeigte sich der Vorstand der Saalesparkasse am 15. Mai sichtlich zufrieden.
„Mit einer um 284 Mio. Euro auf 3.952,9 Mio. Euro gestiegenen Bilanzsumme sowie einer um 70,1 Mio. Euro erhöhten Eigenkapitalposition ist es uns gelungen nachhaltig unsere Substanz zu stärken und eine solide Basis für unsere zukünftige Arbeit zu legen. In einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld konnte sich die Saalesparkasse im Einlagengeschäft behaupten. „Die Anleger vertrauen weiterhin ihrer Sparkasse. Dafür bedanken wir uns bei allen unseren Kundinnen und Kunden“, erklärte Friedrich Stumpf im Namen seiner Vorstandskollegen. „Ihr fortwährendes Vertrauen in unsere Leistungen hat dieses gute Geschäftsergebnis erst möglich gemacht. Wir werden alles dafür tun, diesen Kurs fortzusetzen. Unsere Kunden können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass sie bei uns ihre Geldgeschäfte sicher, verlässlich und kompetent zu fairen Preisen erledigen können.“
Zulegen konnte die Sparkasse vor allem im Kreditgeschäft. Zum 31. Dezember 2011 erhöhten sich die Forderungen an Privat- und Unternehmenskunden um fast 10 Prozent auf 1.034,5 Mio. Euro. Mit 213 Mio. Euro bewegte sich auch das Volumen der Kreditneu- vergaben auf unverändert hohem Niveau. „Damit zählt die Saalesparkasse auch im zurückliegenden Geschäftsjahr zu den wichtigsten Impulsgebern für die regionale Wirtschaft.“ Beim Blick auf die Ertragslage stellte Stumpf heraus, dass mit einem erwirtschafteten Jahresergebnis nach Steuern von 19,1 Mio. Euro der Vorjahreswert übertroffen werden konnte. Der außergewöhnlich hohe Bilanzgewinn von 42,1 Mio. Euro – der in voller Höhe der Sicherheits- rücklage zugeführt wird – ergibt sich jedoch vor allem durch die im Rahmen des Jahresabschlusses 2011 erfolgte Auflösung von Vorsorgereserven nach § 340 f HGB. Mit dieser Umwidmung von stillen Rücklagen in offen ausgewiesenes Eigenkapital wurde ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Stärkung der Kapitalbasis und zur Erfüllung der ab 2013 geltenden erhöhten quantitativen Anforderungen an die Eigenmittel (Basel III) vollzogen.
Für die Zukunft sieht Stumpf das Unternehmen damit gut aufgestellt. „Mit unserer jetzigen Eigenkapitalausstattung sind wir für die verschärften Bedingungen von Basel III gerüstet. Damit wird es auch künftig keine Einschränkungen bei der Kreditvergabe geben.“ Wie auch in den vergangenen Jahren nimmt das freiwillige gesellschaftliche Engagement für die Menschen in der Region bei der Saalesparkasse einen sehr hohen Stellenwert ein. Es ist breit gefächert und umfasst viele regionale Projekte der Sozial-, Kinder- und Jugendarbeit, im Breitensport und in der Förderung von Bildung und Wissenschaft. Darüber hinaus unterstützt die Saalesparkasse in ihrem Geschäftsgebiet Einrichtungen und Veranstaltungen mit überregionaler und internationaler Bedeutung aus den Bereichen Kunst, Kultur und Spitzensport. „Insgesamt konnten wir den Menschen in unserer Region so rund 2,75 Mio. Euro zurückgeben. Hochgerechnet auf das Jahr ergibt das ein Förder-Engagement von gut 7.500 Euro pro Tag“.
Im laufenden Jahr plant die Saalesparkasse gut 2 Mio. Euro in ihr Filialnetz und ihre Infrastruktur zu investieren. Bereits abgeschlossen ist zum Beispiel die Modernisierung der Filiale in Schkopau. Eine weitere wichtige Investitionsmaßnahme steht für das Kunstforum Halle, das im letzten Jahr sein fünfjähriges Bestehen feierte, an. Hier soll durch die Errichtung eines Personenaufzuges die barrierefreie Erreichbarkeit aller Etagen des denkmalgeschützten Kunst- und Kulturzentrums sichergestellt werden.
Eine neue Facette der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie der Saalesparkasse spiegelt sich im geplanten Bau von Photovoltaik- Anlagen auf den Filialen Große Steinstraße und Neustädter Passage wider. „Seit einigen Jahren schon engagieren wir uns für Energieeffizienz und Klimaschutz. Nur ein Beispiel dafür ist die in Kooperation mit der EVH in den Jahren 2010 und 2011 aufgelegte HalPlus-Grünanlage, mit der wir den Menschen vor Ort eine Beteiligung an Investitionen in die regenerative Energieerzeugung in Halle angeboten haben. Ergänzend zu unserem bisherigen Engagement wollen wir mit unseren eigenen Photovoltaik-Anlagen einen weiteren Beitrag zur Energiewende vor Ort leisten ...“, erklärte der Vorstandsvorsitzende die Intentionen des Geldinstituts.
Schlagzeilen gemacht hatte im Sommer 2011 die Einführung einer Mobilen Filiale, mit der es der Sparkasse gelang, auf einen Streich gleich zehn neue Standorte im Saalekreis zu erschließen. „Wo andere sich zurückziehen, zeigen wir mit unserer neuen Mobilen Filiale bewusst Flagge und sind vor Ort für die Menschen da ...“, stellte Stumpf selbstbewusst heraus. Und der Erfolg gibt der Sparkasse Recht. „Unsere rollende Sparkasse wird von den Menschen im Landkreis so gut angenommen, dass wir jetzt mit den Planungen für eine zweite Mobile Filiale beginnen.“ Damit kündigt sich ein weiterer wichtiger Baustein in Sachen Kundennähe und -service an. Und das ist durchaus folgerichtig, steht doch die konsequente Fokussierung auf Beratungs- und Servicequalität seit Jahren ganz oben auf der Agenda der Saalesparkasse. Dass die kompetente, bedarfsgerechte und ganzheitlichen Beratung im Rahmen des Sparkassen-Finanzkonzepts, das die jeweilige Finanzsituation, die Anlageziele, die Risikoneigung sowie die Erfahrungen und Kenntnisse des einzelnen Kunden in den Mittelpunkt stellt, mittlerweile zum „gelebten Standard“ geworden ist, bewertet Friedrich Stumpf als eines der wichtigsten Erfolgsrezepte der Saalesparkasse.
„Doch ohne das tägliche Engagement aller unserer Mitarbeiter würden wir nicht da stehen, wo wir heute sind. Unser hoch motiviertes Mitarbeiter- Team ist unser wertvollstes Kapital, ihm gilt unser ganz besonderer Dank.
Gemeinsam haben wir im Jahr 2011 eine Menge erreicht und ein gutes Ergebnis erzielt. Und gemeinsam werden wir auch im laufenden Jahr alles daran setzen, unsere Marktposition weiter zu festigen. So werden wir auch künftig in der Lage zu sein, den Unternehmen der Region den für ein gesundes Wachstum notwendigen finanziellen Spielraum zur Verfügung zu stellen, unsere Engagements bei kulturellen, sozialen und sportlichen Projekten weiter im gewohnten Umfang fortzusetzen und unserem erklärten Ziel der Qualitätsführerschaft gerecht zu werden.“