Creme, Lidschatten, Parfüm: Vorsicht vor gefährlichen Kosmetik-Plagiaten

10.07.2012 16:20 Uhr | Aktualisiert 10.07.2012 16:39 Uhr
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Kosmetika-Plagiate Teaser

Deutliches Zeichen: An schlecht immitierten Schriftzügen lassen sich nachgemachte Produkte leicht erkennen. (FOTO: DPA)

Wer im Urlaub auf verlockend günstige, aber gefälschte Sonnencremes, Make-up-Artikel und Parfüms reinfällt, hat nicht nur einen finanziellen Schaden. Viel schlimmer: Oftmals sind die billigen Kopien gesundheitsgefährdend. Wir zeigen, wie man gefährliche Kosmetik-Plagiate erkennt.
HALLE (SAALE)/MZ/DPA/DMN. 

Sonne, Meer und am Strand ein Händler, der eigentlich superteure Markenparfüms superbillig verkauft. Man muss hier nicht lange über das Verkaufsgeheimnis rätseln: Die Produkte sind gefälscht. Anstelle des teuren Dufts steckt in den Flakons ein billig produziertes, oftmals nur ähnlich riechendes Wässerchen. Das kann schlimme Folgen haben: „Die Verwendung gefälschter Kosmetika beziehungsweise Düfte kann zu einer massiven Gefährdung der Gesundheit führen“, warnt Martin Ruppmann, Geschäftsführer des VKE-Kosmetikverbandes in Berlin.

Sonnencreme ohne Sonnenschutz

In der Sonnenmilchtube etwa könne sich lediglich eine Creme ohne Sonnenschutz befinden, nennt Ruppmann ein Beispiel. „Hier besteht also die Gefahr von massiven Verbrennungen, sprich Körperverletzungen.“ Und Düfte und andere Kosmetika könnten Inhaltsstoffe enthalten, die Hautirritation und Allergien auslösen.

Laut VKE wurden 2011 von den Zollbehörden in Deutschland allein im Produktsegment Parfüm und Kosmetik gefälschte Waren im Wert von 1,3 Millionen Euro sichergestellt. Die Dunkelziffer sei noch höher.

Auch gefälschte Mode ist gefährlich

Gefälschte Mode ist oftmals leichter auszumachen als nachgemachte Kosmetik: An den Stücken fehle oft ein Etikett oder dieses enthalte nicht alle Informationen, gibt der Modeverband GermanFashion in Köln Hinweise. Auch von Textilplagiaten können durchaus gesundheitliche Gefährdungen ausgehen. So mancher Fake ist mit so viel Chemie getränkt, dass er Hautreizungen oder sogar Allergien auslösen kann.

In Europa stehen die Hersteller etwa in der Pflicht, die Zusammensetzung der Stoffes anzugeben. Auch seien die Logos der Marken am Plagiat oftmals etwas verändert, selbst bei sehr gut gemachten Fälschungen. Wer im Internet echte Markenware bestellt, könne anhand der Verpackung Rückschlüsse ziehen: Diese sei meist ebenfalls hochwertig.

Unsere Bildergalerie zeigt, wie man Fakes erkennt und welche Konsequenzen der Kauf mit sich bringen kann.