Schleichende Gefahr: Warum man Bluthochdruck ernst nehmen muss

04.11.2011 09:00 Uhr | Aktualisiert 18.02.2013 15:05 Uhr
Etwa 35 Millionen Deutsche haben einen zu hohen Blutdruck. Das wissen jedoch nur wenige. (FOTO: DPA) 
Keine Symptome oder Beschwerden - oft wird Bluthochdruck erst entdeckt, wenn es schon zu spät ist. Dann heißt die Diagnose zum Beispiel Herzinfarkt. Wer jedoch erkennt, dass der Blutdruck zu hoch ist, kann viel dagegen tun.
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Halle (Saale)/MZ/DMN/DPA. 

Keine akuten Beschwerden, keine unmittelbar spürbaren Folgen: Wer von derartigen Krankheiten betroffen ist, neigt dazu, sie auf die leichte Schulter zu nehmen - wenn er überhaupt davon weiß. Bluthochdruck gehört zu den lautlosen, schleichenden Erkrankungen, die - zu spät erkannt - das Leben gefährden. Rechtzeitiges Gegensteuern kann das Schlimmste verhindern. Und das geht nicht nur mit Medikamenten.

Betroffen von Hypertonie, so der Fachbegriff, sind der Hochdruckliga zufolge schätzungsweise 35 Millionen Deutsche. Aber nur etwa die Hälfte weiß davon. Und selbst von denen lassen sich nur rund 20 Prozent behandeln.

Mögliche Folge: Schlaganfall

Das größte Problem: „Einen mäßig erhöhten Blutdruck merkt man nicht“, sagt der Kardiologe Hans-Jörg Hippe vom Universitätsklinikum Münster. „Wir haben kein Wahrnehmungsorgan dafür.“ Über längere Zeit kann Bluthochdruck aber die Gefäßwände verändern und zu Schäden an Herz, Blutgefäßen, Nieren und Hirn führen. Mögliche Folgen sind Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenversagen. „Das sind häufig erst die Ereignisse, wo bemerkt wird, dass der Blutdruck zu hoch war.“

Doch so dramatisch muss es gar nicht sein. Heribert Brück vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen berichtet von Patienten, die etwa mit dem Verdacht auf Herzkranzgefäß-Erkrankungen in seine Praxis kommen, tatsächlich aber an zu hohem Blutdruck leiden. „Sie haben Schwindel, Kopfschmerzen oder einen Druck in der Brust.“ Solche Symptome machen sich jedoch erst bei einer schweren Hypertonie bemerkbar.

Wann der Blutdruck zu hoch ist. Wie viele Menschen davon betroffen sind und was man gegen den hohen Druck in den Arterien tun kann, lesen Sie in unserer Bilderstrecke.