Signatur des Komponisten Johann Sebastian Bach auf einer Bibel (FOTO: DAPD)
Bei den Werken handelt es sich zum einen um eine von dem Wittenberger Theologen Abraham Calov (1612-1686) herausgegebene Lutherbibel, die im 19. Jahrhundert in die USA gelangt und in Deutschland zuletzt 1969 während des Bachfestes in Heidelberg zu sehen war. Die Bibel habe Bach "nur bei besonderen Gelegenheiten auf den Tisch gelegt". "Das war kein Alltagsbuch, kein Lektürebuch", sagte Peter Wollny, Forscher am Bach-Archiv. Das dreibändige Werk, das seit 1934 dem Besitz Bachs zugeordnet wird und von dem zwei Bände in Leipzig gezeigt werden, enthält Bachs Besitzvermerk aus dem Jahr 1733 und zahlreiche Randnotizen des Komponisten.
Bei der zweiten Bibel handelt es sich um ein Exemplar, das der Kupferstecher Matthäus Merian (1593-1650) illustriert hatte und das 2011 von einem Sammler bei einem Internet-Auktionshaus in den USA erworben worden war. Erst nachdem sich der Mann an das Bach-Archiv gewandt habe, sei klar, dass die Bibel zu Bachs Besitz gehört habe, berichtete Wollny.