Dessau: Bauhaus erhält einen eigenen Museumsbau

06.05.2012 18:35 Uhr | Aktualisiert 06.05.2012 19:37 Uhr
Drucken per Mail
Stephan Dorgerloh (SPD)

Kultusminister Stephan Dorgerloh. (FOTO: DPA)

Von Christian Eger
Für das Dessauer Bauhaus ist ein eigenständiger Museumsbau geplant. Das erklärte am Sonntag Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) auf einer Podiumsdiskussion in Dessau-Roßlau.
Halle (Saale)/MZ. 

Für das Dessauer Bauhaus ist ein eigenständiger Museumsbau geplant. Das erklärte am Sonntag Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) auf einer Podiumsdiskussion in Dessau-Roßlau. Dorgerloh, der als Minister Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Bauhaus Dessau ist, sagte: "Es wird vor 2019 ein Bauhaus-Museum in Dessau-Roßlau geben." Man sei derzeit in einem Kuratorium dabei, den künftigen Standort zu prüfen. Zum Ende des Jahres wolle man mit einem konkreten Vorschlag an die Öffentlichkeit gehen. Stehe der Standort fest, wolle man das Land und den Bund für die Bauaufgabe gewinnen. "Nur vereint können wir das leisten", sagte der Minister. "Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen."

Damit nimmt die langwierige Diskussion um den Neubau eines Dessauer Bauhaus-Museums eine neuerliche Wendung. Zwischenzeitlich galt das Projekt bereits als gescheitert. Der ursprünglich als "Besucherzentrum" geplante Neubau am von der Stiftung Bauhaus favorisierten Standort An den Sieben Säulen in Dessau-Ziebigk war als nicht finanzierbar verworfen worden. Ende 2011 hatte man deshalb beschlossen, das Gestalten von Ausstellungsflächen im historischen Bauhaus zu prüfen. Nun also hat man sich zu einem eigenständigen Bau durchgerungen. Der Besucherempfang werde aber im Bauhaus eingerichtet.

Über 20 Standorte seien bereits in der Diskussion gewesen, sagte der Minister. Intern brauche die Prüfung noch etwas Zeit. Auch deshalb, weil der Museumsbau Folgekosten erzeuge, die abgesichert werden müssen. 2019 wird deutschlandweit das 100-jährige Gründungsjubiläum der Gestaltungshochschule Bauhaus gefeiert, die von 1925 bis 1932 in Dessau ihre klassische Zeit erlebte.

"Der Wert der Kultur" lautete das Motto der Podiumsdiskussion, an der der Kultusminister am Sonntagvormittag auf Einladung des Freundeskreises des Anhaltischen Theaters im Rangfoyer der Bühne zu Gast war. Im Blick auf die Theatersituation im Land gab Dorgerloh bekannt, dass er nach dem Vorbild der Hochschulrektorenkonferenz eine "Theaterintendantenkonferenz" ins Leben rufe wolle: ein sich in regelmäßigen Abständen treffendes Gesprächs-Gremium der Bühnenchefs des Landes.