Dresden: Fotoausstellung «Kleider machen Leute» war Publikumserfolg

29.07.2012 18:44 Uhr | Aktualisiert 29.07.2012 18:44 Uhr
Die Fotografin Herlinde Koelbl stellt im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden ihre neue Ausstellung vor. (FOTO: DPA) 
Die Sonderschau „Kleider machen Leute“ mit Doppelporträts der Münchner Fotografin Herlinde Koelbl war für das Deutsche Hygiene-Museum Dresden (DHMD) ein Publikumsrenner.
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Dresden/dpa. 

Mit rund 31.000 Besuchern in knapp drei Monaten rangiere sie unter den Top 5 der vergangenen zehn Jahre, sagte Museumssprecher Christoph Wingender am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Zur Finissage am Schlusstag nutzten viele die Gelegenheit zu einem kostenlosen Blick auf die teils lebensgroßen Porträts von 70 Frauen und Männern aus aller Welt sowie 90 Detailfotos. Menschen aus neun Ländern hatte Koelbl für ihr jüngstes Projekt in Berufs- und Privatkleidung aufgenommen.

Museumsdirektor Klaus Vogel zeigte sich hochzufrieden. In der Begegnung auf Augenhöhe zwischen Betrachter und Porträtierten liege das Menschliche der Fotokunst von Koelbl, sagte er. „Und das ist es, worin sich unsere Besucher wiedergefunden haben, und worin der Erfolg des Projektes begründet ist.“ Auch die Grande Dame der deutschen Fotografie freute sich über viele positive Reaktionen von Besuchern. „Fazit war oft, dass sie jetzt Menschen in Uniform anders wahrnehmen“, sagte die 72-Jährige.

Die Ende der 70er Jahre als Autodidaktin zur Fotografie gekommene Künstlerin hatte zuvor „Feine Leute“, nackte Männer, Kinder, Punks, Politiker, deutsche Wohnzimmer oder ein auf Kreuzfahrt schmusendes Rentnerpaar aufgenommen. Nun will sie sich wieder einem laufenden internationalen Projekt widmen. „Aber solange etwas noch in Arbeit ist, spreche in nie darüber“, hielt sie sich gewohnt bedeckt zu ihren Plänen.