Vorerst bleibt alles beim Alten für Ebay-Kunden. (FOTO: XXX)
Seit Monaten schon hatten Verkäufer protestiert, Händler hatten angekündigt, ihre Angebote zu reduzieren und Kunden waren nicht sicher, ob es künftig wirklich niemandem schlechter, vielen aber besser gehen werde. Jetzt hat das Online-Auktionshaus Ebay aber ohnehin einen Rückzieher gemacht: Die ursprünglich für diese Tage angekündigte Einführung einer neuen Zahlungsabwicklung wird auf das kommende Jahr verschoben.
Allerdings sind nicht die Nutzerproteste die Ursache für das Umdenken bei der Verkaufsplattform, die in den letzten Jahren zusehends Boden gegenüber ihrem Konkurrenten Amazon verloren hatte. Vielmehr habe sich herausgestellt, dass "zusätzliche regulatorische Zustimmung" eingeholt werden müsse, so Ebay. Weil die US-Firma künftig alle Zahlungen von Käufern entgegennehmen und sie an Verkäufer weiterleiten will, seien die deutschen Finanzaufsichtsbehörden der Ansicht, dass Ebay "eine Lizenz nach dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz" beantragen müsse. Ebay ist anderer Auffassung, will die Lizenz aber nun am Firmenstandort in Luxemburg erwerben. Das bedeute, dass die Einführung der neuen Zahlungsabwicklung sich verzögere. Ebay halte aber am Plan fest, über die neue Zahlungsabwicklung künftig mehr Schutz für Käufer und Verkäufer anzubieten.