Halle: Händel-Festspiele 2012 feierlich eröffnet

31.05.2012 17:39 Uhr | Aktualisiert 31.05.2012 20:39 Uhr
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Händel-Festspiele

Mit dem traditionellen Singen am Händel-Denkmal und einem festlichen Konzert am Abend beginnen am Donnerstag in Halle die Händel-Festspiele 2012. (FOTO: DPA)

Von Thomas Schöne
Mit einer Feierstunde am Denkmal auf dem Markt und einem Festakt in der Händel-Halle sind die traditionellen Musik-Festspiele zu Ehren des 1685 in Halle geborenen Barockkomponisten eröffnet worden.
Halle (Saale)/Mz/amO/KPA. 

Seit gestern steht Halle wieder ganz im Zeichen Georg Friedrich Händels: Mit einer Feierstunde am Denkmal auf dem Markt und einem Festakt in der Händel-Halle sind die traditionellen Musik-Festspiele zu Ehren des 1685 in Halle geborenen Barockkomponisten eröffnet worden.

Den Festvortrag nach der Begrüßung durch Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) hielt die Schirmherrin des Festivals, Margot Käßmann. Die Theologin ist Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum im Jahr 2017. Passend zum Musik-Schwerpunkt, der in diesem Jahr in Vorbereitung auf dieses Ereignis gewählt worden ist, widmet sich das Händel-Fest unter anderem dem Thema „Reformation und Musik“. Käßmann würdigte Händel als Kulturbotschafter, der mit seiner Musik reformatorische Ideen vermittelt habe. Zudem verwies sie auf die Bedeutung des Freiheitsgedankens der Reformation - in politischer wie religiöser Hinsicht.

Bis zum 10. Juni stehen in Halle, Bad Lauchstädt sowie in den Lutherstädten Eisleben und Wittenberg insgesamt rund 100 Veranstaltungen auf dem Programm, die Festspielleitung rechnet wie im Vorjahr mit mehr als 40 000 Besuchern. Clemens Birnbaum, Intendant der Festspiele, verwies gestern vor der Eröffnung auf die Internationalität des Festes, zu dem Künstler und Besucher aus zahlreichen Ländern erwartet werden.

Neben Stars wie Philippe Jaroussky und Vesselina Kasarova gestalten auch regionale Künstler das Programm mit, darunter die Robert-Franz-Singakademie, der Paulus-Chor und der Stadtsingechor aus Halle. Zur Neuinszenierung der Oper „Alcina“, die heute Abend im halleschen Opernhaus Premiere feiert, kommen mehrere Uraufführungen. So werden gleichfalls heute Abend in der Konzerthalle Ulrichskirche unter dem Titel „Concerto Grosso. Neue Musik in alter Form“ unter anderem Kompositionen der aus der Schweiz stammenden Claire-Mélanie Sinnhuber und des Deutschen Jan Masanetz zu hören sein, ein Projekt, das von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt gefördert wurde.