Kinostart 14. Juni: «Ein Jahr vogelfrei!»

11.06.2012 10:13 Uhr | Aktualisiert 14.06.2012 09:05 Uhr
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«Ein Jahr Vogelfrei»

Die Darsteller Jack Black (l) als Brad Harris und Steve Martin als Stu Preissler stehen auf einer Wiese und halten Ausschau nach Vögeln in einer Szene des Kinofilms «Ein Jahr Vogelfrei». (FOTO: DPA)

Von RÜDIGER SUCHSLAND
Die hintergründige Komödie „Ein Jahr vogelfrei!“ überrascht mit einer originellen Story, die von den Stars Steve Martin, Owen Wilson und Jack Black lustvoll präsentiert wird: Die populären Ulknudeln aus Hollywood spielen mit staunenswert leisen Tönen ein Trio von konkurrierenden Ornithologen.
Halle (Saale)/MZ. 

Wer hat schon mal von einer Pinkfuß-Gans gehört? Die drei Männer im Zentrum dieses Films kennen hunderte von Arten und Unterarten der Vogelwelt, ihr ganzes Leben ist der Jagd nach seltenen Vögeln gewidmet - dies klingt auf den ersten Blick nicht gerade wie der Stoff zu einer knackigen Komödie.

In aller Hergottsfrühe legen sie sich im Dickicht auf die Lauer - in der Hoffnung, einen seltenen Vogel zu sehen. Den notieren sie sich, wer am Ende eines Jahres die meisten Vögel notiert hat, hat gewonnen. Offenbar betrügt hier niemand, schon das macht diese Menschen liebenswert.

Die Komödie von David Frankel ("Der Teufel trägt Prada") basiert auf einem Buch, das Sachbuch und Roman mischt: "The Big Year: A Tale of Man, Nature and Fowl Obsession". Mit jenem "großen Jahr" des Originaltitels ist ein Jahr gemeint, in dem diese Vogelliebhaber sich ein Jahr frei nehmen, um möglichst viele Vögel zu sehen, und so unter den Gleichgesinnten der Erste zu sein. Brad, Stu und Kenny, die Helden, sind sehr unterschiedlich. Kenny (Owen Wilson) ist der Star der Szene, er wollte eigentlich kürzer treten. Doch als er Konkurrenz wittert, steigt er wieder ein, und merkt gar nicht, wie ihm darüber seine Ehe entgleitet. Stu (Steve Martin) dagegen will sich nach seinem Berufsleben zur Ruhe setzen, wird aber von seinen ehemaligen Mitarbeitern gepiesackt. Schließlich der Computerfachmann Brad (Jack Black), ein ziemlicher Loser, der im Hobby Selbstbewusstsein für den Rest des Lebens tankt.

"Ein Jahr vogelfrei" ist ein reifer, gelassener Film, freundlich und sanft. Frankel nimmt seine Figuren ernst; sein Film lebt davon, dass er die skurrile Szene der Vogelliebhaber porträtiert, und seine Schauspieler vor herrlichen Naturkulissen inszeniert: Unter anderem wurde im kalifornischen Nationalpark Joshua Tree gedreht.

Ein Jahr vogelfrei

Komödie, USA 2011, Regie: David Frankel

fsk: ohne altersbeschränkung

Der Film startet u. a. im Cinemaxx Halle und Magdeburg.