Kinostart 17. Mai: «Kill Me Please»

14.05.2012 11:21 Uhr | Aktualisiert 17.05.2012 18:29 Uhr
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«Kill Me Please»

So schwarz wie seine Haarpracht ist auch sein Humor: Olias Barco. (FOTO: DPA)

Von André wesche
Vor 20 Jahren bescherte uns belgischer Fantasie-Reichtum einen Film über einen Serienkiller, der von einem Filmteam begleitet wird.
Halle (Saale)/MZ. 

Bei „Mann beißt Hund“ handelte es sich um einen vorgetäuschten Dokumentarfilm. Der Schwarzweiß-Streifen avancierte zum Kult, Hauptdarsteller Benoît Poelvoorde wurde durch die Rolle berühmt.

Regisseur Olias Barco besetzte Poelvoorde nicht von ungefähr für seinen neuen Film. Auch das schwarzweiße Outfit wird kein Zufall sein. Dem Filmemacher schwebte offenbar ein ähnlich eindrucksvoller Kommentar zum Thema Sterbehilfe vor, wie ihn „Mann beißt Hund“ einst auf seinem Gebiet abgab. Leider gelingt das „Kill Me Please“ nicht ansatzweise.

Der Film wird als schwarze Komödie angepriesen, aber die Stellen zum Lachen fehlen. Es geht um wohlhabende Patienten, die sich in der schlossartigen Klinik des Doktor Kruger einfinden. Sie alle sind schwer krank, ihr Tod wird grausam sein. Der Arzt bietet deshalb „medizinisch assistierten Suizid“.

Wer über das nötige Kleingeld verfügt, bekommt ein schönes Zimmer, einen tödlichen Cocktail und einen letzten Wunsch erfüllt. Beinahe beneidet man den alten Mann, der sein letztes Glas Champagner geleert hat und seinen letzten Atemzug bei einer hübschen Studentin tut. Die anderen Gäste, allesamt schräge Vögel, sind weit weniger mit sich im Reinen. Als die Bewohner des nahen Dorfes beginnen, die „Todesklinik“ anzugreifen, gerät die Welt aus den Fugen… „Kill Me Please“ ist auf cool getrimmt, hat aber außer Gewalt und Freaks wenig zu bieten.

Kill Me Please Komödie, Belgien 2010, Regie: Olias Barco fsk: ab 16 Jahre Der Film startet u. a. im Lux am Zoo, Halle, Seebener Straße 172.