Kinostart 19. April: «Einmal ist keinmal»

16.04.2012 12:58 Uhr | Aktualisiert 19.04.2012 10:01 Uhr
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«Einmal ist keinmal»

Stephanie Plum (Katherine Heigl) überwältigt in einer Szene des Kinofilms «Einmal ist keinmal» einen Kautionsflüchtigen. (FOTO: DPA)

Von JULIANE GRINGER
Stephanie Plum, eine frühere Unterwäscheverkäuferin, ist geschieden, arbeitslos und total pleite. Ihr letzter Notnagel ist ihr schmieriger Vetter Vinnie, der ein Kautionsbüro betreibt. Stephanie hat zwar keine Ahnung, was ein Kautionsdetektiv ist, nimmt aber tollkühn einen Auftrag an: Sie soll den mordverdächtigen, flüchtigen Ex-Cop Joe Morelli aufspüren.
Berlin/MZ. 

Eine ehemalige Verkäuferin will ihr leeres Konto mit Hilfe eines Jobs als Kopfgeldjägerin auffüllen: Das könnte ein kurzweiliger, spaßiger Kinoabend werden, denkt man, und betritt in Erwartung von Spannung, Witz und einer sympathischen Heldin den Saal. Doch "Einmal ist keinmal", die Verfilmung eines Romans der bekannten amerikanischen Bestsellerautorin Janet Evanovich, hält leider überhaupt nicht, was es verspricht.

Katherine Heigl gibt die Hauptdarstellerin Stephanie Plum: eine junge Frau, die selbstbewusst und attraktiv ist - und pleite. Sie ist froh über die Chance, für ihren schmierigen Vetter und dessen Kautionsagentur zu arbeiten. Die Aufgabe: Für jeden gesuchten Verbrecher, den sie zur Polizei bringt, kassiert sie zehn Prozent der Kautionssumme.

Bei einem dicken Fisch wie dem attraktiven Cop Joe Morelli sind das satte 50 000 Dollar. Aber leider ist er ein alter Bekannter von Stephanie, nämlich ihre Jugendliebe. Nachdem er sie damals sitzen gelassen hat, wäre sie ihm am liebsten nie wieder begegnet. Der Vorwurf gegen Morelli: Er soll außerhalb seiner Dienstzeit einen Mann getötet haben. Er selber behauptet, unschuldig zu sein. Stephanie beginnt im kriminellen Milieu zu recherchieren und begibt sich damit in große Gefahr.

Mit durchweg angezogener Handbremse manövriert Regisseurin Julie Anne Robbinson ihre Figuren durch einen Film, den man leider als langweilig, uninspirierend und humorlos bezeichnen muss. Das Gespür fürs richtige Timing fehlt ihr hier genauso wie scheinbar das Gefühl fürs Filmemachen überhaupt.

Als Zuschauer wartet man die ganze Zeit darauf, dass die Geschichte doch bitte endlich an Fahrt aufnimmt, aber es passiert so gut wie nichts. Die Story ist absolut vorhersehbar, teilweise schlicht unlogisch und wirklich zum Gähnen.

Das Talent von Katherine Heigl, bekannt durch die Serie "Grey's Anatomy" und Filme wie "Beim ersten Mal" und "Die nackte Wahrheit", wird völlig verschenkt. Sie wird vorgeführt als die kesse Brünette, die furchtlos ihren Weg geht. Doch leider ist es mehr als unglaubwürdig, wie sie sich scheinbar problemlos an Kriminellen vorbeischlängelt während um sie herum weitere brutale Morde passieren. Ein professioneller Partner, der ihr an die Seite gestellt wird, macht das Ganze nur verwirrender. Heigl-Fans sollten sich "Einmal ist keinmal" alles in allem besser ersparen.

Einmal ist keinmal
Actionkomödie, USA 2011, Regie: Julie Anne Robinson
fsk: ab 12 jahre

Der Film startet u. a. im Cinemaxx Halle und im UCI Dessau-Roßlau.