Kinostart 24. Mai: «I want to run»

21.05.2012 10:40 Uhr | Aktualisiert 24.05.2012 09:23 Uhr
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«I want to run - Das härteste Rennen der Welt»

Ein Teilnehmer des Trans-Europalaufs von Süditalien bis zum Nordkap im Kinofilm «I want to run - Das härteste Rennen der Welt» (FOTO: DPA)

Von ANDRÉ WESCHE
„I want to run - Das härteste Rennen der Welt“ ist ein Film vor allem für Laufenthusiasten. Achim Michael Hasenberg (Buch und Regie) hat für seine Dokumentation acht Extremsportler begleitet, die etwa 4500 Kilometer von Süditalien bis nach Nordnorwegen gelaufen sind.
Halle (Saale)/MZ. 

Für viele sportliche Zeitgenossen ist der Marathonlauf mit etwas mehr als 42 Kilometern Länge die Königsdisziplin. Die Protagonisten des Dokumentarfilmes "I Want to Run" können darüber nur lachen. An manchen Tagen laufen sie doppelt so weit. Sie durchqueren an 64 Tagen ganz Europa, 4 500 Kilometer ohne einen Tag Pause. 2009 beginnt das Rennen im süditalienischen Bari und führt bis ans Nordkap Norwegens. Wer sind diese Menschen, die sich das antun?

Ein Profiläufer ist mit am Start, aber auch ein Optiker, eine wissenschaftliche Angestellte, ein Lagerist, ein Friseur. Insgesamt 65 Teilnehmer sind es, Männer und Frauen, Deutsche, Franzosen, Schweden, Japaner. Achim Heukemes (58) hat einen kaufmännischen Beruf gegen eine Laufbahn als Profi-Läufer getauscht. Da ist er wenigstens an der frischen Luft. Joachim Hauser hingegen leidet an Multipler Sklerose. Er läuft gegen seine Erkrankung an. Bei vielen anderen Athleten bleibt die Motivation unklar. Vielleicht laufen sie vor persönlichen Problemen davon.

Regisseur Achim Michael Hasenberg hat die Läufer begleitet und dabei den Ehrgeiz, den Schmerz und die Verzweiflung eingefangen, die mit dem Kontinentallauf zwangsläufig einhergehen.

Jeder einzelne dieser Sportler ist eine Ausnahmeerscheinung, das wird schnell deutlich. Und keiner läuft ohne Schmerzen. Der Zieleinlauf, von eisiger Kälte und orkanartigen Böen begleitet, ist sehr einsam, der Ruhm hält sich in Grenzen. Das Rennen als Zuschauer zu verfolgen, ist allerdings ein Ehrfurcht einflößendes Vergnügen.

I Want to Run

Dokumentarfilm, D 2011, Regie: Achim Michael Hasenberg

fsk: ohne altersbeschränkung

Der Film startet zunächt nicht in den Kinos unserer Region.