Kinostart 3. Mai: «The Cold Light of Day»

30.04.2012 10:59 Uhr | Aktualisiert 03.05.2012 14:47 Uhr
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«The Cold Light of Day»

Wird Will (Henry Cavill, r) das Geheimnis seines Vaters Martin (Bruce Willis) lüften? (FOTO: DPA)

Von Dirk Lüneberg
Haudegen Bruce Willis spielt einen gekidnappten CIA-Mann, sein Filmsohn Henry Cavill bleibt in seiner Rolle einiges schuldig.
Berlin/dpa. 

Es sollte ein entspannter Segelurlaub mit der ansonsten über die gesamten USA verstreuten Familie an der spanischen Küste werden, doch stattdessen erwartet Will (Henry Cavill) eine actionreiche Hatz auf Leben und Tod durch Madrid. Und damit nicht genug, denn Will muss zudem erfahren, dass sein Vater in Spanien nicht als Unternehmensberater arbeitet, sondern für den US-Geheimdienst.

Dabei ist der von Bruce Willis gespielte alte Herr wohl ein wenig zwischen die Fronten geraten: Deshalb wird Wills Familie kurzerhand vom Segelboot weg gekidnappt und soll umgebracht werden, wenn der Sprössling im Austausch nicht innerhalb von 24 Stunden einen mysteriösen Koffer beschafft.

Ganz auf sich allein gestellt und in einem fremden Land macht sich Will auf die verzweifelte Suche nach Verbündeten. Und mit der Sekretärin Lucía (Verónica Echegui), die sich später auch noch als seine Nichte outet, scheint er jemanden gefunden zu haben, der nicht nur des Spanischen mächtig ist, sondern Will auch noch bei der Suche nach den Entführern seiner Familie unterstützt. Die Geschichte ist ungefähr so originell wie der Sonnenschein in Spanien und bei den Figuren weiß man bereits im Moment ihres erstmaligen Auftretens, woran man bei ihnen ist – Überraschungen bleiben Fehlanzeige. Gleiches gilt für das nicht vorhandene Charisma von Hauptdarsteller Henry Cavill, für den man als Zuschauer nur wenige Sympathien aufbringen kann, dessen Schicksal einem sehr schnell ziemlich egal wird und der letztlich als Identifikationsfigur für den Film nicht viel taugt.

So kann man bei dem britischen Schauspieler nur hoffen, dass sich dieser Mangel bis zum nächsten Jahr in sein Gegenteil verkehrt haben wird, wenn Cavill als neuer Superman-Darsteller die Welt retten soll. In diesem lieblos von der Stange und für Hollywood-Verhältnisse preiswert in Spanien produzierten Actionthriller bleibt er jedenfalls mehr als austauschbar. So kann man sich für dieses wenig aufregende Werk – trotz Sigourney Weaver in einer zwar nicht ganz unwichtigen, zugleich ein wenig peinlichen Nebenrolle – den Weg ins Kino guten Gewissens schenken.

The Cold Light of Day Actionthriller, USA 2012, Regie: Mabrouk El Mechri

fsk: ab 16 jahre Der Film startet u. a. im Cinemaxx Halle.