Kinostart 31. Mai: «LOL»

28.05.2012 12:33 Uhr | Aktualisiert 31.05.2012 09:24 Uhr
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Kinofilm «LOL»

Lola (Miley Cyrus) vertraut all ihre Geheimnisse in einer Szene des Kinofilms «LOL» ihrem Tagebuch an (undatierte Filmszene). (Foto: Constantin Film Verleih)

Von Martin Schwickert
Lola (Miley Cyrus) ist verliebt in Kyle (Douglas Booth). Doch sie fühlt sich völlig unerfahren und hat Angst vor dem ersten Mal. Ihre Mutter Anne (Demi Moore) hat von diesen Nöten keine Ahnung. Für sie ist Lola noch die süße Kleine.
München/MZ. 

Lisa Azuelos „LOL“ war einer der wenigen europäischen Filme, der im Genre der Teenagerkomödie der US-Dominanz die Stirn geboten hat. Mit Sophie Marceau und Christa Theret in den Hauptrollen stürzte sich die französische Produktion in das Beziehungschaos einer allein erziehenden Mutter und deren pubertierender Tochter.

Wenn Hollywood erkennt, dass es nicht besser als die ausländische Konkurrenz sein kann, kauft es sie. Und so hat die amerikanische Produktionsfirma für ein US-Remake von „LOL“ nicht nur das Drehbuch erworben, sondern die französische Regisseurin gleich mit unter Vertrag genommen.

Statt Sophie Marceau spielt nun Demi Moore die kriselnde Übermutter und „Hannah Montana“-Star Miley Cyrus die liebeskummergeplagte Teenagerin. Anders als ihre Hauptfigur ist Cyrus keine Sechzehnjährige mehr, sondern mit fast Zwanzig eine junge Erwachsene – ein Überalterungsphänomen, durch das fast alle amerikanischen High-School-Komödien ihre Authentizität einbüßen.

Darüber hinaus ist die Anpassung der französischen Geschichte an die US-Kultur moderat gelöst. Vollkommen überzeugend spielt Demi Moore die geschiedene Mittvierzigerin, die sich nicht von ihrem Ex lösen kann und durch das aufblühende Liebesleben ihrer Tochter geängstigt wird.

Der Schwerpunkt des Filmes liegt jedoch auf seinem jungen Star, aber Miley Cyrus wirkt ein wenig zu lieb für die geplagte Tochter, die sich nicht nur vom Protektionismus der Mutter lösen muss, sondern sich obendrein noch in ihren besten Freund Kyle (Douglas Booth) zu verlieben beginnt. Der Schmachtfaktor wurde in diesem Teil der Geschichte deutlich erhöht und der lakonische Unterton des Originals gedrosselt. Ähnliches gilt auch für die Mutter-Tochter-Beziehung, die durch die ritualisierten „Ich hab’ dich lieb“-Bekenntnisse nicht wirklich glaubhaft in die Krise geraten will.

LOL - Komödie, USA 2012,
Regie: Lisa Azuelos
fsk: ab 6 jahre

Der Film startet u. a. im Cinemaxx Halle und im UCI Dessau-Roßlau.