Ab Sonntag geht es im Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks wieder um die "Geschichte Mitteldeutschlands". Die Fortsetzung der Reihe wird am Sonntag mit dem Beitrag "Erich Honecker - Der Weg zur Macht" eröffnet, eine Woche später geht es um Ilse Koch, die berüchtigte Frau des Kommandanten des Konzentrationslagers Buchenwald. Die Honecker-Geschichte, in vertrauter Weise aus Archivbildern, Zeugenaussagen und Spielszenen zusammengebaut, ist streng genommen keine mitteldeutsche, aber Honecker, dessen Geburtstag sich am kommenden Samstag zum 100. Male jährt, ist als unumschränkter Herrscher der DDR natürlich von übergreifendem Interesse im Osten.
Der Beitrag wird besonders die Ereignisse am 26. April 1971 in den Blick nehmen - als Honecker sich an die Macht putschte. Am frühen Morgen brach er mit seinem Begleitschutz zu Walter Ulbrichts Ferienhaus am Döllnsee auf, um dem betagten Funktionär mitzuteilen, dass seine, Ulbrichts, Zeit als Chef abgelaufen sei. Zugleich wird in dem Beitrag versucht, die Persönlichkeit Honeckers zu beschreiben: Der Mann mit der abgebrochenen Dachdeckerlehre, der während der NS-Zeit im Zuchthaus Brandenburg saß, hat immerhin eine beispiellose, wohl auch skrupellose Karriere gemacht.
Die Sendung beginnt am Sonntag um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen.