Museumsnächte: Veranstalter zählen 100.000 Besucher

06.05.2012 15:33 Uhr | Aktualisiert 06.05.2012 21:38 Uhr
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Landesmuseum

Die Schlange der Besucher, die zur Museumsnacht ins Landesmuseum wollten, schien nicht abzureißen. (Foto: GÜNTER BAUER)

Der Andrang mehrerer 10 000 Besucher bei den Museumsnächten in Chemnitz, Leipzig und Halle hat die Erwartungen der Veranstalter übertroffen.
Leipzig/Halle (Saale)/Chemnitz/dpa. 

In einzelnen Einrichtungen sei der Zulauf doppelt so stark gewesen wie 2011, teilten das Kulturbüro Chemnitz und das Kulturamt Leipzig am Sonntag mit. Zum Teil hätten die Besucher auch Warteschlangen in Kauf nehmen müssen. In Chemnitz wurden insgesamt 8800 Tickets verkauft, das waren 2400 mehr als im vergangenen Jahr. Auch die Veranstalter der gemeinsamen Museumsnacht von Leipzig und Halle gehen davon aus, dass die Vorjahreszahl der 15 000 verkauften Eintrittskarten dieses Mal übertroffen wurde.

Eine exakte Auswertung werde aber erst in den nächsten Tagen vorliegen. «Wir schätzen, dass es in den 78 Einrichtungen insgesamt 70 000 Besuche gab», sagte Projektchefin Petra Knöller. Möglich wird diese Größenordnung durch Museumshopper - Menschen, die mehrere Häuser nacheinander aufsuchen. Chemnitz hat die Statistik schon parat und meldet 35 438 Besuche an den insgesamt 28 beteiligten Standorten. In allen drei Städten zusammen hatten am Samstag mehr als 100 Einrichtungen länger als gewohnt geöffnet. Von 18.00 bis 01.00 Uhr gab es Veranstaltungen und Führungen. In Dresden steht die Museumsnacht erst am 14. Juli an.

Als besondere Anziehungspunkte erwiesen sich nach Angaben der Organisatoren etwa das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, das Leipziger Grassimuseum und die Kunstsammlungen Chemnitz, wo allein die «Peredwischniki»-Ausstellung 3300 Besucher angezogen habe. Kulturbüro-Chefin Katrin Voigt sagte, dass die 13. Ausgabe der Chemnitzer Museumsnacht mit mehr als 11 000 Besuchern - darunter 2200 Kinder bis 14 Jahre, für die der Eintritt frei war - den größten Andrang seit 2008 verzeichnet habe.

Leipzig und Halle hatten ihre vierte gemeinsame Auflage unter das Motto «nachtaktiv» gestellt. Bei einigen Aktionen mussten die Besucher Wartezeiten in Kauf nehmen. Dazu gehörten mit der ehemaligen Hinrichtungsstätte im Amtsgericht Leipzig und der zentralen Abschiebe-Haftanstalt für später von der Bundesrepublik freigekaufte DDR-Bürger auf dem Chemnitzer Kaßberg auch besondere Orte der jüngeren Geschichte.