Das Luftbild von 2002 zeigt die Große Ulrichstraße mit der Kulturinsel und dem Juridicum in Halle. (ARCHIVFOTO: G. BAUER)
Sachsen-Anhalt verlängert die Verträge mit den Orchestern und Theatern im Land um ein Jahr. Die ursprünglich Ende 2012 auslaufenden Finanzierungsvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 36 Millionen Euro soll auch 2013 gelten, sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) gestern in Magdeburg. Grund seien die anstehenden Strukturveränderungen in der Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts.
Damit beschäftigt sich seit knapp einem Jahr der Kulturkonvent, einem Gremium aus Vertretern von Kultureinrichtungen und Politik. „Wir warten sehnsüchtig auf die Ergebnisse“, so Dorgerloh. So lange diese nicht vorlägen, mache eine Neuverhandlung keinen Sinn. Dorgerloh rechnet fest mit Strukturveränderungen spätestens ab dem Jahr 2014.
Auf die Frage, wie die aussehen könnten, antwortete Dorgerloh nicht, deutete aber an, dass es vor allem in Dessau-Roßlau mit seinem für die Stadt überdimensionierten Theater Probleme gebe. Anderswo deuteten sich derweil bereits neue Strukturen an: Die Landesbühne Eisleben denkt bereits über eine Fusion mit dem Nordharzer Städtebundtheater nach.