Das teilte eine Sprecherin der Stadtverwaltung am Mittwochabend nach einer Sitzung des Stadtrats mit. Der scheidende Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) sehe „belastbare Chancen“, den städtischen Anteil von zwei Millionen Euro aufzubringen.
Möglich werde dies durch Mehreinnahmen bei den Gewerbesteuern von rund 1,2 Millionen Euro, Einsparungen in Höhe von 365 000 Euro durch Gesetzesänderungen des Bundes und weitere 485 000 Euro, die durch die Reduzierung von Zuschüssen an Freie Träger gespart werden konnten. Beim Defizit des städtischen Verwaltungshaushalts in Höhe von drei Millionen Euro sieht Doht das Land jedoch weiter in der Pflicht. Der Oberbürgermeister wurde vom Stadtrat beauftragt, weitere Gespräche mit der Landesregierung zu führen, um die langfristige Theaterfinanzierung sicherzustellen.
Im Kreistag des Wartburgkreises wurde am Mittwoch die Abstimmung über das Landestheater abgesetzt. In der Debatte hätten sich zuvor alle Redner für den Erhalt des Theaters als wichtiger Bestandteil der Wartburgregion ausgesprochen, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes mit. Am späten Abend will der Stiftungsrat der Kulturstiftung Eisenach-Meiningen über die Finanzierung des Landestheaters beraten. Bisher droht zum Ende der Spielzeit Ende Juli 2013 das Aus.