Unesco-Weltkulturerbe: Das Juwel Schloss Babelsberg soll entdeckt werden

10.07.2012 21:29 Uhr | Aktualisiert 10.07.2012 23:00 Uhr
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Schloss Babelsberg wird saniert

Die Schäden an der Treppe zur Sonnenterrasse des Schlosses Babelsberg in Potsdam sind gut zu erkennen. (FOTO: DPA)

Von peter könnicke
Das zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Schloss Babelsberg wird ab dem kommenden Frühjahr saniert. Knapp zehn Millionen Euro investiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) bis 2016 in die Instandsetzung des Schlosses von Kaiser Wilhelm I., das als eines der bedeutendsten Bauwerke im neugotischen Stil in Deutschland gilt.
potsdam/dapd. 

"Schloss Babelsberg ist ein noch nicht wachgeküsstes Juwel und die Sanierung ein wichtiger Baustein in der Berlin-Brandenburger Kulturlandschaft", sagte SPSG-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh am Dienstag in Potsdam. "Schloss Babelsberg ist ein noch nicht wachgeküsstes Juwel und die Sanierung ein wichtiger Baustein in der Berlin-Brandenburger Kulturlandschaft", sagte SPSG-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh (Foto) gestern in Potsdam. Bereits in den vergangenen Jahren sind laut Dorgerloh 2,5 Millionen Euro in Maßnahmen zur Sicherung des Schlosses sowie in die Revitalisierung des Wassernetzes im Babelsberger Park mit zahlreichen Brunnen, Wasserfällen, Pumpstationen und der Fontäne geflossen.

Wie Projektleiter Max Daiber sagte, wird die gesamte Fassade des zwischen 1833 und 1849 gebauten und nach dem Tod des Kaisers 1899 wenig veränderten Schlosses konserviert und gereinigt. Aufgrund des Material-Mixes aus Ziegeln, Naturstein, Zementputz, Holz und Zinkguss sei dies ein aufwendiges Verfahren, sagte Daiber. Die im Original vorhandenen Eichholzfenster sollen ohne die 1945 eingebauten Nadelholz-Sprossen aufgearbeitet und wieder mit Großformatscheiben bestückt werden, so dass sich vom Schlossinneren ein Panoramablick auf die Havellandschaft bietet. Nach Abschluss der Sanierung sollen die Besucher im Park Babelsberg die derzeit gesperrten Terrassen am Schloss wieder betreten und den Ausblick genießen können.

Das Schloss diente nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. als Museum und wurde in der DDR als Richterschule sowie von der Hochschule für Film und Fernsehen genutzt. Nach der Wende war für einige Jahre das Archäologische Landesamt in dem Schloss untergebracht. Seit 1993 nutzt die SPSG es für Ausstellungen. Für eine Sanierung im Inneren fehlen bislang die Mittel. Ab 2015 werde die Stiftung mit Bund und Ländern über eine weitere Sanierung verhandeln, sagte Dorgerloh.