Benefizlauf: Das erste Geld fließt nach Zöschen

13.07.2012 19:25 Uhr | Aktualisiert 13.07.2012 21:25 Uhr
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Birk Sch

Birk Schaper. (FOTO: MZ)

Knapp eine Woche nach dem Merseburger Benefizlauf sind die Organisatoren optimistisch, das Vorjahresergebnis wiederholen zu können. Birk Schaper vom Lions Club Merseburg rechnet erneut mit einem Erlös von 25 000 Euro.
Merseburg/MZ. 

Der Kassensturz steht zwar noch aus, knapp eine Woche nach dem Merseburger Benefizlauf sind die Organisatoren aber optimistisch, das Vorjahresergebnis wiederholen zu können. Birk Schaper vom Lions Club Merseburg rechnet erneut mit einem Erlös von 25 000 Euro, der für soziale Zwecke in der Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden kann. "Wir nehmen Anträge ab sofort entgegen", sagte Schaper im Gespräch mit MZ-Redakteur Dirk Skrzypczak.

Herr Schaper, die Läufer dürfte in erster Linie interessieren, wie viel Geld sie erschwitzt haben.

Schaper: Wenn sich alle Teilnehmer und Sponsoren an ihre Zusagen halten, werden wir wie 2011 mit rund 25 000 Euro rechnen können. Ich bin mir sicher, dass das Geld auch fließt.

Ich möchte jetzt nicht unverschämt klingen. 2011 waren es rund 1 000 Teilnehmer, dieses Mal über 100 mehr. Müsste da der Erlös nicht höher sein?

Schaper: Das meiste Geld geben Sponsoren unabhängig von der Teilnehmerzahl. Außerdem hatten wir höhere Kosten etwa für die T-Shirts oder die Sicherheitsanforderungen entlang der Strecke. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden, denn es war eine unglaublich gute Veranstaltung. Mir fällt auch jetzt, eine Woche später, nur ein Wort dafür ein: Wahnsinn.

Wahnsinn ist es in der Tat gewesen, welches Pensum so mancher Starter abgespult hat.

Schaper: Ich ziehe den Hut vor jedem Läufer und Helfer. Aber es ist schon irre. Da wurde bei dieser Hitze der Rekord von Thomas Spitzner aus Halle auf 63 Runden geschraubt. Ursprünglich hatten wir 62 Runden für ihn vermeldet. Die Auswertung der Zeitmessung hat aber ergeben, dass er noch weiter gelaufen ist. Andere haben quasi einen Halbmarathon absolviert. Und das bei fast 30 Grad Celsius im Schatten.

In der Vergangenheit war öfters zu hören, dass Innenstadthändler entlang der Strecke nicht begeistert darüber sind, dass Absperrgitter aufgestellt werden. Gab es Beschwerden?

Schaper: Wir sind für jeden Hinweis dankbar. Ich glaube, dass einige Geschäfte bereits erkannt haben, welche Chance sich ihnen hier bietet. Durch den Lauf kommen doch wesentlich mehr Leute in die Stadt als an einem gewöhnlichen Freitag. Ich habe aber zumeist nur lächelnde Gesichter gesehen. Der Lauf ist gewachsen, er hat sich zu einem echten Ereignis entwickelt. Ich hatte auch das Gefühl, dass deutlich mehr Zuschauer an der Strecke standen. Es war eine gute Werbung für Merseburg.

Wie geht es jetzt weiter? Können bereits Anträge für eine Förderung gestellt werden?

Schaper: Ja, wir nehmen ab sofort Anträge an. Es sollte sich um Projekte im Kinder- und Jugendbereich mit einem sozialen oder sportlichen Bezug handeln. Fest steht, dass wir den MZ-Verein Wir helfen wieder unterstützen werden. Auch die Krebshilfe kann mit unserer Hilfe rechnen. Ein erstes Projekt wird mit dem neuen Spendengeld übrigens bald umgesetzt. Die Sekundarschule Zöschen erhält fünf neue Sportbänke.

Steht der Lauftermin für 2013? Schaper:

Es gibt einige, die das wissen wollen. Im nächsten Jahr soll der Lauf am 28. Juni stattfinden. Und wir bleiben beim Freitag.

Anträge für eine Projektförderung nimmt der Lions Club Merseburg unter info@lauf-mit-lions.de entgegen.