Obwohl seit dem 1. Juli die neue Saison 2012 / 13 bei den Fußballern offiziell begonnen hat, steht im Saalekreis eine Partie aus der zurückliegenden Spielserie noch aus. Am Samstag um 15 Uhr treten in Braunsbedra die Kreisoberligisten Germania Schafstädt und MSV Buna Schkopau an, um den Qualifikanten des Saalekreises für den Fußball-Landespokal zu ermitteln.
Es gibt eine Vorgeschichte: Schafstädt und Buna Schkopau standen beide im Kreispokal-Halbfinale, verloren ihre jeweiligen Partien gegen Brachstedt und Merseburg 99. Letztere standen sich im Finale am 1. Mai 2012 gegenüber, Brachstedt gewann und war als Kreispokalsieger für den Landespokal qualifiziert. Da beide Teams aber einige Wochen später sich den Aufstieg aus der Landesklasse ihrer jeweiligen Staffeln in die Landesliga sicherten, war klar, beide sind im Landespokal als Landesligist gesetzt. Und das ist keine neue Regelung. Genauso stand nun fest, dass Schafstädt und Buna Schkopau den Kreispokalplatz für den Saalekreis ausspielen müssen - offenbar erkannten das die Verantwortlichen des Kreisfachverbandes (KFV) aber nicht. Dort wurde erst Ende Juni reagiert, als ein Schreiben des Fußballverbandes eintrudelte. Hat der KFV geschlafen? Kreispokalansetzer Waldemar Piotrowsky war für eine Stellungnahme am Donnerstag nicht zu erreichen.
Den MSV ärgert die Ansetzung, denn, wenn der KFV schneller reagiert und das Spiel vor dem 30. Juni angesetzt hätte, wäre die "alte" Mannschaft noch beisammen. "Bei uns sind acht Spieler weg, darunter Leistungsträger", sagt Sven Weber vom MSV, "zwar sind sechs Spieler dazu gekommen, Zeit zum Einspielen hatten wir aber nicht." Die Partie am Samstag war schon einmal für den 14. Juli angesetzt, doch da waren bei Schafstädt die Spielerpässe der Neuverpflichtungen noch nicht vom Verband da, erzählt Abteilungsleiter Danny Wiedner. "Egal, morgen wird gekickt", sagt der weiter. Und beide Teams wissen, wer gewinnt, hat in der ersten Runde des Landespokals einen Hochkaräter als Gegner: der Sieger empfängt am 18. August (13.30 Uhr) den Oberligisten VfL Halle 96.