Fußball: Je oller, je doller

11.05.2012 20:09 Uhr | Aktualisiert 11.05.2012 21:31 Uhr
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Axel Gräser, André Schröder, Uwe Gehrmann (vl.n.r)

André Schröder zwischen Axel Gräser (l.) und Uwe Gehrmann (r.). (FOTO: P. WÖLK)

Von Heinz Böttger
Die Würfel um den Aufstieg aus der Kreisoberliga (KOL) des Saalekreises in die Fußball-Landesklasse sind gefallen. Drei Spieltage vor dem Ende der laufenden Saison haben sich der SV Beuna und der TSV Schwarz-Weiß Zscherben von der Konkurrenz abgesetzt.
Merseburg/MZ. 

Die Würfel um den Aufstieg aus der Kreisoberliga (KOL) des Saalekreises in die Fußball-Landesklasse sind gefallen. Drei Spieltage vor dem Ende der laufenden Saison haben sich die beiden erstplatzierten Teams, der SV Beuna und der TSV Schwarz-Weiß Zscherben, uneinholbar von der Konkurrenz abgesetzt. Nun geht es zwischen dem Tabellenführer aus dem Geiseltal und seinem ärgsten Verfolger in den letzten drei Punktspielen nur noch um den Titel des Kreismeisters.

Wenn man beim Training des SV Beuna zuschaut, fallen einem sofort Trainingsjerseys des SV Braunsbedra auf. Und das hat seinen guten Grund. Viele der derzeitigen Spieler der ersten Beunaer Männermannschaft kickten einst dort. Als Andre Schröder, der die "Hochzeit" des Braunsbedraer Fußballs mit der Oberligasaison 2001 / 2002 als Aktiver des Teams miterlebte, 2006 seine Töppen an den berühmten Nagel hängte, hatte er offensichtlich mit seiner Fußball-Karriere abgeschlossen. "Ich dachte nur noch an das Kicken in der zweiten Mannschaft und im Seniorenteam", erinnert er sich.

Nach intensiven Bemühungen von Beunaer Seite wechselte er aber zusammen mit dem Coach der Braunsbedraer zweiten Mannschaft, Uwe Gehrmann, schließlich zur Saison 2009 / 2010 doch noch einmal zum damaligen Kreisligisten. "Meine Karriere sollte dort ausklingen. Aber ich wollte mich natürlich auch noch einmal richtig einbringen", betont er.

Als nach dem Aufstieg in die Kreisoberliga vor dem Start in die laufende Saison weitere ehemalige Braunsbedraer Teamkollegen nach Beuna wechselten, konnte eigentlich nur der Aufstieg und der Kreismeistertitel zur Disposition stehen. "Wieder mit Roy Plewinski, Mario Rützel und Yves Herrmann , die allesamt schon Verbandsliga-Erfahrung gesammelt haben, in einem Team zu stehen, reizte mich ungemein. Also war das Weitermachen für mich keine Frage", fügt er an. Doch in die Saison starteten die Beunaer mit einer 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen Germania Schafstädt. "Dies war ein Fingerzeig zum rechten Zeitpunkt. Damit wurde allen Spielern und Verantwortlichen klar, dass der Weg bis zum Aufstieg kein Selbstläufer wird", blickt Trainer Axel Gräser zurück. Gräser, einst selbst beim SV Merseburg 99 ein erfolgreicher Spieler in höheren Spielklassen, brachte die Geiseltaler zusammen mit Gehrmann, mit dem er sich bestens versteht, auf Kurs. Nach dem Fehlstart ging es rasant nach oben, seit dem achten Spieltag stehen die Geiseltaler ununterbrochen auf Tabellenplatz eins. Natürlich bestimmen die Routiniers das Niveau beim Tabellenführer, aber auch junge Leute wie Philipp Kuhnert und Paul Hedderich haben eine Leistungssprung vollzogen und sind mittlerweile unverzichtbar.

"Nach dem Aufstieg reizt uns nun der Kreismeistertitel", unterstreicht Beunas Vizepräsident Jörg Falk. "Und für den angestrebten Klassenerhalt in der kommenden Saison wollen wir uns natürlich weiter personell verstärken", blickt er bereits voraus. Aber auch mit dem mittlerweile 40-jährigen Schröder rechnet man weiter. "Ich will zeigen, dass ich noch mithalten kann, sofern ich gesund bleibe", gibt sich der immer noch laufstarke Mittelfeldregisseur kämpferisch.