Der Aufstieg ist geschafft. Der SV 99 spielt wieder in der Landesliga. Wenn das kein Grund zur Freude ist. (FOTO: WÖLK)
Der Aufstieg ist geschafft. Der SV Merseburg 99 spielt in der kommenden Saison wieder in der Landesliga. Marcus Bräuer unterhielt sich für die MZ mit Präsident Gerd Seiffert über den Druck, aufsteigen zu müssen und Neuzugänge.
Herr Seiffert, Glückwunsch zum Aufstieg. Was haben Sie gefühlt, als klar war, dass der SV 99 zurück in der Landesliga ist?
Seiffert: Danke. Mir ist natürlich schon ein Stein vom Herzen gefallen. Bei dem Potential das wir haben, mit dem tollen Stadion, dem neuen Tribünendach und vor allem der Mannschaft war der Druck aufzusteigen schon immens. Wir haben nach der Hinrunde gesehen, dass wir uns verstärken müssen. Das haben wir getan, mit dem klaren Ziel Aufstieg. Die einzige Angst die ich hatte, war, dass wir gegen einen vermeintlich Kleinen etwas vergeigen. Aber die Mannschaft hat sich durchgebissen. Wir hatten aber auch das Glück, dass sich kein Leistungsträger verletzt hat. Das ist ein großer Unterschied zur letzten Saison, als wir teilweise sieben Stammspieler ersetzen mussten.
Was sind die nächsten Schritte, die Sie einleiten?
Seiffert: Wir haben schon einiges vor Wochen eingeleitet, als absehbar war, dass wir den Aufstieg schaffen. Eine Reihe von Spielern haben sich bei uns vorgestellt. Es nehmen auch schon einige am Training teil. Vier Spieler wollen wir verpflichten. Mit Torwart Christian Bölke von Union Sandersdorf sind wir uns einig. Mit weiteren Spielern stehen wir in Verhandlungen. Da sieht es gut aus. Unser Ziel ist es aber, denen, die den Aufstieg geschafft haben, auch die Möglichkeit zu geben, sich in der Landesliga zu beweisen. Es sieht so aus, dass wir das Team zusammenhalten können. Einige ältere Spieler werden in die zweite Mannschaft gehen, stehen aber als Aushilfen bereit.
Wie sieht es bei den Sponsoren aus?
Seiffert: Da konnten wir mit Mercedes S & G einen neuen Partner gewinnen. Wir sind dabei, noch zwei, drei weitere Sponsoren an Bord zu holen. Die, die wir bereits haben, haben signalisiert, dass sie bleiben. Auch da gibt es sicher die Möglichkeit, das Engagement noch auszubauen. Was wir für ein Potential, auch auf die Sponsoren bezogen, haben, hat man im Bau des Tribünendaches gesehen. Das hat ja immerhin 134 000 Euro gekostet.
Geht es in der kommenden Saison nur gegen den Abstieg?
Seiffert: Unser Ziel ist ein Mittelfeldplatz, Platz neun oder zehn. Aber natürlich geht es vom ersten Tag an darum, den Klassenerhalt so früh wie möglich zu sichern. Wir kennen den Großteil der Mannschaften, da wir ja nur ein Jahr weg waren. Dennoch gibt es einige Unbekannte, deshalb müssen wir von Anfang an voll da sein.
Am Samstag gibt es die Aufstiegsfeier. Was ist geplant?
Seiffert: Wir feiern mit allen drei Männermannschaften. Der Präsident spendiert 100 Steaks und 100 Bratwürste. Bier wird auch genügend da sein. Und wir haben auch noch etwas in der Hinterhand, sollte es nicht reichen. Das wird ein toller Tag.