In der Vorrunde hatten die Kicker der Rosental-Schule (rot) gegen die Grundschule Süd mit 1:0 gewonnen. (FOTO: PETER WÖLK)
Die Vorrunde zu überstehen, war schon nicht leicht und dann wartete im Halbfinale ein wirklich starker Gegner. Mit zwei Unentschieden sowie einem Sieg hatte die Schulmannschaft der Merseburger Rosental-Grundschule das Weiterkommen beim Energy-M-Cup für Grundschulmannschaften bewerkstelligt. Bei dem Kleinfeldturnier schenkten sich die acht teilnehmenden Teams wirklich nichts.
In zwei Vierergruppen ermittelten Teams aus Merseburg, Bad Dürrenberg, Bad Lauchstädt, Wallendorf sowie Querfurt die jeweils beiden besten Teams. Der Erstplatzierte einer Gruppe trat dann im Halbfinale gegen den Zweitplatzierten der anderen Gruppe an. Die Schüler der Rosental-Grundschule, die sich ins Halbfinale gekämpft hatten, bekamen es dort mit Wallendorf zu tun. "Die sind wirklich gut", hatte Lutz Wunderlich, Sportlehrer der Rosental-Schüler, im Turnierverlauf beobachtet und war deshalb etwas skeptisch, ob es mit dem Finaleinzug klappen würde. Seine Einschätzung sollte sich bewahrheiten: Die Wallendorfer drehten von Beginn an mächtig auf und gingen auch 1:0 in Führung. Viel Kampfgeist mussten die Merseburger aufbringen, um doch noch ein Unentschieden zu erreichen. Das Neun-Meter-Schießen musste entscheiden. Und auch da ging es spannend zu. Ein links am Tor vorbeigeschossener Ball der Wallendorfer ließ schließlich die Merseburger jubeln. "Nach sechs Jahren stehen wir mal wieder im Finale", freute sich Lutz Wunderlich. Finalgegner waren hier die Mädchen und Jungen der Querfurter Philipp-Müller-Grundschule, die zuvor ihr Halbfinalspiel gegen das Team von der Merseburger Otto Lilienthal-Grundschule gewonnen hatten. Das Finale war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams zu guten Chancen kamen. Zudem machte der im Finale einsetzende Regen den Untergrund tückisch. So war es letztlich ein Aufsetzer, der im Tor der Merseburger landete und die Querfurter auf die Gewinnerstraße brachte.
"Ich bin aber trotzdem mit meiner Mannschaft zufrieden", war Lutz Wunderlich dennoch stolz. Grenzenlos war der Jubel bei den Querfurtern, die ohne Gegentor den Turniersieg holten und sich damit für das Finalturnier am 11. Juli qualifizierten. Sportlehrer Steffen Krietsch sieht sogar noch Entwicklungspotential mit Blick auf die Endrunde in Aschersleben: "Wir haben kaum Vereinsspieler dabei und hatten vorher auch wenig trainiert", sagte er.