Leunas Keeper Patrick Lenzen kommt vor Konstantin Raven an den Ball. (FOTO: MZ)
Der VfL Querfurt hat sich für den letzten Spieltag die beste Ausgangsposition für den Abstiegskampf erspielt. Durch den 2:1-Sieg gegen den TSV Leuna und die Niederlage des VfB Nessa gegen Rot-Weiß Weißenfels (1:3) steht Querfurt nun über dem Strich.
Mit zehn Mann zum Sieg
Zum Anpfiff des Kreisderbys standen 22 Querfurter auf dem Rasen. Die Gäste hatten ihre Trikots daheim vergessen und diese waren nicht bis zum Anpfiff eingetroffen. Das Spiel startete dann auch mit fünfminütiger Verspätung.
In den Mittelpunkt rückte in der Anfangsphase zunächst der Schiedsrichter. Nach zehn Minuten sah der Unparteiische von Querfurts Patrick Böhme eine Tätlichkeit und zeigte sofort Rot. Tragisches Comeback des Mittelfeldmannes, der überraschend fit geworden war. Der VfL brauchte einen Moment, um den Schock zu verarbeiten. Die Elf von Trainer Eberlein, der sein Team eigentlich angreifen lassen wollte, stand nun notgedrungen tief in den eigenen Reihen und lauerte auf Konter. In der 25. Minute kam dann erstmals Jubel auf. René Slawinsky brachte eine Flanke genau auf Andreas Thon, der zum 1:0 für den VfL einköpfte. Die Leunaer taten sich mit den tief stehenden Querfurtern schwer und blieben meist vor dem Strafraum stecken. In der 40. Minute vergab Toni Feist aber die Riesen-Ausgleichschance, als er den Ball aus einem Meter an den Pfosten setzte. Die Querfurter nutzten dann noch vor der Pause eine Unstimmigkeit der Leunaer Hintermannschaft. Slawinsky bediente den freistehenden Marco Martini und der netzte zur 2:0 Pausenführung ein (45.).
Nach der Pause hatten dann die Gäste aus Leuna auch ihre eigenen Trikots an. Zwingende Aktionen zeigte jedoch zunächst der VfL, der es aber versäumte, das 3:0 nachzulegen. So gelang Leunas Feist dann doch der Anschlusstreffer (1:2, 65.). Querfurt kam in der Folge nur noch durch lange Bälle vor den Leunaer Kasten. In der 75. Minute hatte Slawinsky Pech, als er gegen den Pfosten köpfte. Trotz des Zitterns bis zum Schlusspfiff blieb es beim knappen Querfurter Erfolg.
Kurze Spannung durch Experimente
Torreich ging es beim Landesligaaufsteiger SV Merseburg 99 zu. Gegen den SV Spora setzte sich das Team von Trainer Jörg Sachse 5:2 durch. Der SV 99 nutzte dieses Spiel, um zu experimentieren. In der ersten Halbzeit spielte Merseburg mit einer Viererkette. Dort eingesetzt wurden die Langzeitverletzten Carsten Emmerich und Dominik Adler. Im Sturm wurde Kapitän Alexander Immig aufgeboten. Immig war es dann auch, der Daniel Rausch bediente, der zum 1:0 vollendete (12.). Kurz vor der Pause erhöhte Immig selbst auf 2:0 (43.).
Im zweiten Durchgang ging die Defensivordnung beim SV 99 verloren. Innerhalb von fünf Minuten glichen die Gäste aus. Nach einigen Umstellungen stabilisierte sich die Defensive wieder. Der eingewechselte Robby Stuck brachte seine Farben wieder auf die Siegerstraße. Seinem 3:2 ((73.) folgte Sebastian Schlorfs 4:2 (77.). Nach Ecke von David Schrahn bewies Schlorf nach einer gewissen Durststrecke, dass er das Toreschießen nicht verlernt hat. Den Schlusspunkt zum 5:2 erzielte abermals Stuck, nach guter Vorarbeit von Schrahn. Trainer Jörg Sachse war zufrieden: "Das war ein versöhnliches Endergebnis gegen sympathische Gäste."
Der Aufstiegsfeier war damit der nötige Rahmen geboten, wozu Deutschlands Sieg gegen Portugal auch beitrug.