Handball: Schkopauer Frauen auf Meisterkurs

16.04.2012 20:41 Uhr | Aktualisiert 16.04.2012 21:37 Uhr
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Marcus Pöritz am Ball

Marcus Pöritz nimmt Maß. (FOTO: ARCHIV)

Von Heinz Böttger
In ihrem Heimspiel der Sachsen-Anhalt-Liga gegen Lok Schönebeck wollten die Frauen des MSV Buna Schkopau klar aufzeigen, dass die Niederlage in Seehausen (22:25) letzte Woche ein einmaliger Ausrutscher war.
Merseburg/MZ. 

Mit einem jederzeit ungefährdeten 34:22 (17:12)-Erfolg gelang dies nachhaltig. Damit liegen die Bunesinnen drei Spieltage vor dem Ende auf Meisterkurs.

Wie wertvoll derzeit Rückraumspielerin Anne Widmer für die Schkopauerinnen ist, wurde am Sonntag in der Rischmühlen-Halle mehr als deutlich. In Seehausen, als die bei der Bundeswehr eine Ausbildung absolvierende 21-Jährige fehlte, kam das MSV-Spiel nicht recht auf Touren. Diesmal drückte sie von Beginn an der Begegnung ihren Stempel auf. Mit ihrer Dynamik und sehenswerten Anspielen brachte sie ihr Team vom Anpfiff weg auf die Siegerstraße. Zudem arbeitete sie in der Deckung einsatzstark, schloss bissig sich auftuende Lücken. 60 Minuten, sieht man von einer Pause bei einer Zwei-Minuten-Strafe ab, riss sie ihre Mitspielerinnen mit. Bis zur 20. Minute bauten die Gastgeberinnen mit sehenswerten Spielzügen den Vorsprung auf acht Tore aus (15:7). Danach ließen einige Unkonzentriertheiten die Gäste etwas aufkommen.

Doch auch in der zweiten Halbzeit geriet der Sieg nie in Gefahr. So konnte durchgewechselt und verschiedene Angriffs- und Abwehrvarianten ausprobiert werden. "Der Landesmeistertitel scheint greifbar", meint denn auch MSV-Trainerin Bianka Eckardt. Noch dazu, weil der ärgste Verfolger, TuS Magdeburg, in Dessau beim 20:25 zwei Punkte einbüßte und nun mit vier Minuspunkten Rückstand Tabellenzweiter ist.

Die Männer der SG Spergau hatten bei der Reserve des HC Einheit Halle eine relativ leichte Aufgabe zu lösen. Der Tabellenletzte wurde von den Gäste trotzdem nicht auf die leichte Schulter genommen, was sich im 38:21-Endergebnis für die Spergauer ausdrückte.

Von Beginn an wurde den Hallensern mit sehenswerten Spielzügen die Hoffnung auf eine Überraschung genommen. Besonders Max Weber und Stephan Fichtner präsentierten sich in Glanzform. Nach zwölf Minuten stand es bereits 9:4 für die Gäste. Die Gastgeber hatten nicht die Mittel, um die Spergauer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Beim 9:18 zur Pause war schon eine Vorentscheidung gefallen. Nach der Pause ließen die Gäste nicht nach und bauten ihren Vorsprung stetig aus. Die Hallenser kapitulierten förmlich vor der Spergauer Übermacht und ergaben sich teilweise kampflos ihrem Schicksal. Die Gäste machten auch über die Außen Marcus Pöritz und Patrick Wandelt viel Druck. Mit dem Kantersieg festigten sie den sechsten Tabellenplatz. "Der Erfolg sollte für das kommende schwere Pokalspiel in Langenweddingen Selbstvertrauen geben", meinte SG-Betreuer Rüdiger Koch.