Handball: Späte Entscheidung

14.05.2012 20:19 Uhr | Aktualisiert 14.05.2012 20:30 Uhr
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Handballspiel

Mit sechs Toren war Max Weber der treffsicherste Schütze der Spergauer im Spiel gegen die TSG Calbe, das 24:25 endete. (FOTO: MARCO JUNGHANS)

Von Heinz Böttger
Während es in der Jahrhunderthalle für die Männer der SG Spergau um Platz sechs und den Gästen aus Calbe um den Landesmeistertitel ging, war für die Frauen des MSV Buna Schkopau, bereits als Double-Gewinner feststehend, die Partie beim Weißenfelser HV lediglich eine Pflichtaufgabe.
Spergau/Weissenfels/MZ. 

Vom Spannungsgehalt waren die Spiele der beiden Vertreter des Altkreises Merseburg-Querfurt in den Sachsen-Anhalt-Ligen völlig unterschiedlich angesiedelt. Während es in der Jahrhunderthalle für die Männer der SG Spergau um Platz sechs und den Gästen aus Calbe um den Landesmeistertitel ging, war für die Frauen des MSV Buna Schkopau, bereits als Double-Gewinner feststehend, die Partie beim Weißenfelser HV lediglich eine Pflichtaufgabe. Spergau unterlag am Ende unglücklich mit 24:25 (12:15), steht damit in der Abschlusstabelle auf Rang sieben. Die Schkopauerinnen fuhren mit 17:15 (10:7) den 22. Punktspielsieg der Saison ein.

Spergau kämpferisch stark

Beide Teams gaben sich in Spergau bis zum 5:5 in der 15. Minute keine Blöße. Im Abwehrverhalten war Calbe einen Tick konsequenter. Dies wurde allerdings durch einen gut aufgelegten Spergauer Keeper Thiele ausgeglichen (15 gehaltene Bälle). Ab der 19. Minute schlichen sich bei der SG einige Zuspielfehler ein, die durch die TSG konsequent im Konterspiel genutzt wurden. In der zweiten Halbzeit setzten sich besonders Max Weber und Steven Wrobel auf Spergauer Seite in Szene. Obwohl die Gäste spielerisch die etwas feinere Klinge schlugen, konnten die Gastgeber den Anschluss herstellen und bis in die Schlussphase die Partie offen gestalten. Calbenutzte abermals eine Kontersituation zur Entscheidung. "Mit dem Verlauf der Rückrunde sind wir trotzdem zufrieden", zog der Spergauer Abteilungsleiter Roland Herfurth ein erstes Fazit.

Spergau spielte mit: Thiele, Kemnitz, Herzfeld, Hesse (2), Wrobel (4), Fischer (1), Wandelt, Weber (6), Hanke (4), Schmoeckel (3), Fichtner (2), Weinand (1), Pöritz (1).

Nicht mehr als nötig

Der Landesmeister und Pokalsieger Sachsen-Anhalts der Frauen, das Team des MSV Buna Schkopau, spielte bei seinen Erfolgen in dieser Saison oft auch technisch sehr guten Handball. Aber die Schkopauer können auch anders, nämlich sich mit einem Arbeitssieg die Punkte sichern. Dies war im letzten Punktspiel beim Weißenfelser HV der Fall. "Der 17:15 (10:7)-Erfolg war ein Pflichtsieg, mehr nicht. Er schmälert aber in keiner Weise unsere tolle Saison", unterstrich MSV-Trainerin Bianka Eckardt.

Wegen Urlaubs und dienstlicher Verpflichtungen fehlten bei den Bunesinnen vier Stammkräfte. Große Wechselmöglichkeiten, besonders im Rückraum, waren kaum gegeben. Trotzdem setzten sich die Gäste schnell ab (1:5, 10.). Die Abwehr stand gewohnt sicher, aber im Angriff und bei den Abschlusshandlungen passte offenbar einiges nicht zusammen. Eine schlechte Chancenverwertung kam hinzu. Auch das sonst ausgeprägte Konterspiel kam nicht auf Touren.

Schkopau spielte mit: Fritsche, Loertzer, Retting (4), Baier (2), Schimpf (5), Thieme (1), Habekuß (1), Schaaf (4), Messerschmidt, Kuss.