Mit sportlichen Vergleichen, einer Festveranstaltung, Musik und Tanz war für Jung und Alt ein unterhaltsames Programm geboten.
"Natürlich gehört es zu einem 100-jährigen Vereinsjubiläum, dass man sich an die Geschichte erinnert", unterstreicht der Vereinsvorsitzende des SV Zöschen, Maik Scholz. Die Entwicklung seit seiner Gründung und der Weg zu DDR-Zeiten sowie die Neuorientierung nach der politischen Wende im Jahre 1990 ließ der Vereinsvorsitzende auch auf der Festveranstaltung am Samstag noch einmal Revue passieren. Der 27 Jahre junge selbstständige Elektroinstallateur führt seit November 2011 den Verein, nachdem er einige Jahre zuvor in den Vorstand eingetreten war. Aber Scholz setzt auf das aktive Vereinsleben und die perspektivische Orientierung der Arbeit für die Zukunft. "Und dies vor allem in einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt", betont er. "Dabei hat er offenbar ein glückliches Händchen", bestätigt ihm ein Mitstreiter einer etwas älteren Generation.
Der 69-jährige Wolfgang Voigt, seit 60 Jahren mit dem Fußball verbunden, zog vor zehn Jahren aus Großlehna nach Zöschen und engagierte sich fortan dort für den Fußballnachwuchs. "Ich wollte etwas tun, etwas bewegen und nicht die Hände in den Schoß legen", erinnert er sich. Und in Zöschen hat sich etwas bewegt, auch in Kooperation mit den Sportvereinen in Wallenorf und Kötzschau. Von den Bambinis bis zu den C-, D-, E- und F-Junioren ist man zum Teil in Spielgemeinschaften aktiv. "Die goldene Ehrennadel des Deutschen Sportbundes für Wolfgang Voigt, die er am Samstag auf der Festveranstaltung bekam, ist nur eine kleine Anerkennung für sein Engagement", hebt Lorenz hervor.
Voigt hatte 2005 nach langer Durststrecke im Zöschener Kinder- und Jugendsport mit dem Aufbau einer Bambini-Mannschaft begonnen. Mit dabei war damals auch Gero Weinkauf, der mittlerweile das Herder-Gymnasium besucht und bei Zöschens D-Junioren kickt. Beim Intersport-Fußballcamp, das die Zöschener für drei Tage auf ihren Sportplatz geholt hatten, wurde er als Bester ausgezeichnet. Immerhin waren 44 Jungen und acht Mädchen dabei. 13 der Kinder kamen sogar aus Jaraczewo, der polnischen Partnergemeinde. "Für unsere Kids waren die Tage in Zöschen eine tolle Sache", bestätigte der polnische Bürgermeister Dariusz Strugala. "Dass sich ein Junge aus Zöschen beim Technik- und Koordinationsprogramm des Fußballcamps als Bester präsentierte, macht uns schon ein wenig stolz", gestand Zöschens Vereinsvorsitzender Scholz. Zudem ist es der Beleg dafür, welche Ergebnisse sich mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit Zwischen Jung und Alt zum Wohle des Sports auch in kleinen Orten erzielen lassen.