Volleyball: «Mission impossible»

19.02.2012 19:25 Uhr | Aktualisiert 19.02.2012 20:00 Uhr
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CVM gegen Haching

Am Sonntag gegen Haching fehlte den Piraten im Angriff die Durchschlagskraft. Hier bleibt ein Schlag von Jiri Stolfa im Haching-Block hängen. (FOTO: FEHRMANN)

Von ANKE LOSACK
Beim Tabellenführer Generali Haching gibt es für Chemie Volley Mitteldeutschland nichts zu holen. Mit 0:3 (16:25, 18:25, 18:25) unterlagen die Piraten am Sonntag den überlegenen Bayern.
UNTERHACHING/MZ. 

"Männer von Bord" wurde noch am Freitagabend bei den Piraten aus Spergau gemeldet. Die Routiniers vom CV Mitteldeutschland (CVM), Christian Langer (34) und Mark Siebeck (36), konnten die Reise zum Volleyball-Bundesligaspiel nach Haching nicht mit antreten. Langer blieb mit Magen-Darm-Infekt zu Hause und wie CVM-Manager Rick Wiedersberg sagte, habe Siebeck dienstliche Verpflichtungen. Und dass die Beiden fehlten, machte das von vornherein als kaum lösbare Aufgabe erklärte Aufeinandertreffen mit Tabellenführer Haching gänzlich zu einer "Mission Impossible". Nach 72 Minuten war die dann schon wieder vorbei. Mit 0:3 (16:25, 18:25, 18:25) unterlagen die Piraten am Sonntag Generali Haching.

"Die Partie ging allerdings länger, als ich gedacht habe", meinte Wiedersberg. Auch wenn die Spergauer in keinem Satz 20 Punkte und mehr erreicht haben, sei die Leistung, besonders der jungen Reservisten, "in Ordnung" gewesen. Der Österreicher Simon Frühbauer wurde zum wertvollsten Spergauer Spieler gewählt.

Die Gäste liefen von Beginn an immer einem Rückstand hinterher und hatten Satz eins bereits nach 23 Minuten verloren. "Besonders im Angriff waren wir durch das Fehlen von Mark und Christian gehandicapt", sagt CVM-Trainer Matze Münz, "uns fehlte eindeutig die Durchschlagskraft." Zu Beginn des zweiten Satzes konnten sich die Piraten nach einer 4:3-Führung erstmals absetzen - bauten sie sogar auf 8:5 aus. Das war den Hachingern aber offenbar zu viel des Guten. Die Gastgeber punkteten zum 8:8-Ausgleich und zogen uneinholbar auf und davon. "Es gab aber viele lange Ballwechsel im Spiel - so dass es auch den Zuschauern gefallen hat, wie sie mir gesagt haben", so Münz. Satz drei war nach ausgeglichenem Stand beim 8:8 ein Spiegelbild des zweiten - aussichtslos. "Der Sieg der Hachinger war selten in Gefahr", meinte der Spergauer Trainer Münz. "Wir können uns im Grunde nur selbst schlagen, wenn wir nachlässig zu Werke gehen", so Hachings Trainer Mihai Paduretu. Dass seine Mannschaft aber den Achtplatzierten der Liga nicht auf die leichte Schulter nimmt, hat sie eindrucksvoll bewiesen. Darum ist die Mannschaft für Matze Münz auch der Anwärter auf den Deutschen Meistertitel.

Fakt ist: Generali Haching wird als erstplatziertes Team der Hauptrunde in die Play-Off-Viertelfinals gehen. Die zwei Punkte, die sie sich gestern gegen die Piraten sicherten, waren die letzten zwei, um die Tabellenspitze einen Spieltag vor Schluss uneinholbar inne zu behalten. Am 11. März beginnt voraussichtlich das Viertelfinale mit einem Heimspiel für Haching. Ihr Gegner: das achtplatzierte Team der Liga. Die Piraten kämpfen noch darum, diesen begehrten achten Platz zu ergattern - doch die Lage scheint fast aussichtslos. Düren hat am Samstag gegen Schlusslicht Bottrop 3:0 gewonnen und ist nun in der Tabelle auch an den Piraten vorbeigezogen. Der CVM ist nun Neunter, benötigt am letzten Spieltag einen Sieg. Gegen Friedrichshafen, den Tabellenzweiten, kommt das aber ebenfalls einer "Mission Impossible" gleich.