Volleyball: Ein mitreißendes Auf und Ab

12.02.2012 15:29 Uhr | Aktualisiert 12.02.2012 18:47 Uhr
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Mark Siebecks Angriff

Mark Siebecks Angriff bleibt im Bühler Block hängen. (FOTO: MZ)

Von Heinz Böttger
Die Chance auf das Erreichen der Playoffs in der Volleyball-Bundesliga - mindestens Tabellenplatz acht - ist für die Männer des CV Mitteldeutschland auch nach dem Spiel am Sonnabend weiterhin gegeben.
Spergau/MZ. 

Auch wenn die Piraten da in der Spergauer Jahrhunderthalle gegen den Tabellenfünften TV Bühl mit 2:3 (39:37, 15:25, 13:25, 10:15) verloren. Derzeit sind die Mitteldeutschen noch Siebenter des Klassements, gefolgt von Gotha und Düren. "Die Situation wird nicht einfacher, auch weil unsere restlichen Gegner allesamt Spitzenteams der Liga sind", beschrieb CVM-Manager Rick Wiedersberg die Situation.

Und dabei lag ein Überraschungserfolg gegen den TV Bühl durchaus im Bereich des Möglichen. Zunächst erlebten die rund 650 Zuschauer einen packenden ersten Satz, der sie förmlich von den Sitzen riss. Beim Stand von 23:21 erhoben sich die Fans in Erwartung der noch benötigten zwei Punkte von den Plätzen und feuerten die Piraten frenetisch an. Doch es sollte bis zum Satzende noch einige Zeit vergehen. In einem mitreißenden Auf und Ab dauerte es bis zum 39:37, ehe Peter Mayer erfolgreich zum Satzgewinn für die Gastgeber blocken konnte.

Im zweiten Durchgang verminderten die Gäste aus dem Schwarzwald deutlich das Risiko bei den Aufschlägen und verbesserten ganz offensichtlich ihre Blockarbeit. Insgesamt gelangen Bühl 26 Blockpunkte. So glitt den Piraten ab Satzmitte die Begegnung förmlich aus den Händen. Die Gäste waren in allen Belangen besser. Das 15:25 war die Folge. Dies änderte sich auch im dritten Durchgang nicht. Ein 13:25 sprach Bände.

Im vierten Satz bestimmten zunächst die Gäste weiter das Geschehen. Aber dann griffen die vom Piraten-Coach Matze Münch getroffenen Veränderungen. Sebastian Kühner rückte für den im ersten Satz stark agierenden, aber dann rapide nachlassenden Sebastian Helbig auf die Diagonalspieler-Position. Florian Völker übernahm das Zuspiel. Und diese Maßnahme brachte die Gäste in arge Schwierigkeiten. Kühner punktete mit seiner linken Klebe immer wieder. "Die Umstellung war kein Problem für mich", meinte er. Der ebenfalls eingewechselte Simon Frühbauer (für Mark Siebeck) machte den entscheidenden Punkt zum 25:21.

Nun musste der Tiebreak entscheiden. Bis zum 8:5 sah es sich gut an. Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die neue Piraten-Taktik mit Kühner offenbar verinnerlicht. So blieb die Überraschung mit einem 10:15 im Entscheidungssatz aus. "Schade, dass uns der mögliche Erfolg noch aus den Händen glitt", zog Trainer Münz ein erstes Fazit. "Aber die Moral stimmt, was der Spielverlauf belegte", ergänzte er.