Florian Völker (Mitte) bleibt beim CV Mitteldeutschland. (FOTO: PRIVAT)
Die freudige Botschaft von der Vertragsverlängerung mit Florian Völker wollte der CV Mitteldeutschland auch auf seiner Homepage veröffentlichen, allerdings war die Internetseite des Volleyball-Bundesligisten am Mittwoch nicht erreichbar. Offensichtlich wurde das Portal von Internet-Piraten geentert. "Eventuell steckt ein Angriff dahinter. Genau wissen wir es nicht. Wir sind dabei, die Seite neu aufzubauen", sagt Rick Wiedersberg. Ansonsten sieht der CVM-Manager den Kader bereits heute so stark, dass er für die Angriffe der Konkurrenz besser gewappnet ist als in der Vergangenheit. "Wir haben die Qualität erhöht und sind mit den Planungen nicht am Ende." In den nächsten zwei Wochen soll das Team von Trainer Matthias Münz sein endgültiges Gesicht erhalten.
Sechs Verträge hat Wiedersberg unter Dach und Fach. Neben Kapitän Jiri Stolfa und jetzt Florian Völker war sich der Verein auch mit Enrico Ehrhardt einig geworden. Neu ins Team stoßen die beiden Österreicher Oliver Binder und Philip Ichovsky. Besonders emotional wurde der Vertragsabschluss mit Artur Augustyn gefeiert, der nach einer Krebserkrankung jetzt wieder mit den Piraten angreifen will. "Ich hoffe, dass sich in den nächsten Tagen sechs weitere Spieler für uns entscheiden", sagt der Manager. Darunter sollen zwei bekannte Gesichter des alten Kaders und vier weitere Neuzugänge sein. "Ob die Verpflichtungen gelingen, hängt vom Geld ab. Wir dürfen und werden uns nicht übernehmen."
Mit Florian Völker (21), dem 1,93 Meter großen Zuspieler, hatte sich der CVM bereits zum Ende der abgelaufenen Saison auf eine Fortführung der Zusammenarbeit verständigt. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten - Völker wechselte vom Olympiastützpunkt Berlin nach Spergau - habe er sich vor allem in der Rückrunde erheblich gesteigert. Das dürfte auch daran gelegen haben, dass er die Organisation seines Alltagslebens besser in den Griff bekam. Völker studiert an der Hochschule in Merseburg und hat eine Freundin in Berlin. "Die Dreifachbelastung hat er gemeistert. Wir setzen auf der Position des Zuspielers auf Kontinuität und wollen Florian durch die Vertragsgestaltung auch die Möglichkeit geben, seine Ausbildung an der Hochschule fortzusetzen", meint Wiedersberg.
Mit Oliver Binder hat er einen international erfahrenen Zuspieler an seiner Seite. 105 Mal hat er bislang das Trikot der österreichischen Nationalmannschaft getragen. Von dem Duo erhofft sich Chemie Volley Mitteldeutschland kreative Impulse für die Regiezentrale der Mannschaft.
Am 1. August wird der Bundesligist in die Vorbereitung auf die Saison starten, die am 17. Oktober mit einem Heimspiel gegen den TV Rottenburg beginnt. Zuvor will sich der CVM auf einigen Turnieren sowie in einem kleinen Trainingslager den nötigen Feinschliff holen. Testspiele in der Jahrhunderthalle sind aber nicht geplant.