Rick Wiedersberg. (FOTO: LÖFFLER)
Der CV Mitteldeutschland hat den ersten Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Philip Ichovski wird zu den Piraten stoßen. Der 20-jährige Österreicher spielte zuletzt bei VCA Hypo Niederösterreich, einem Topclub der österreichischen 1. Liga. MZ-Mitarbeiter Marcus Bräuer hat mit Rick Wiedersberg über die Personalplanungen des Clubs aus Spergau gesprochen. Dabei erklärte der CVM-Manager, dass sich der Kader des Bundesligisten noch weiter verändern soll.
Mit Philip Ichovski haben Sie einen sehr jungen Spieler verpflichtet. Sehen sie ihn als Verstärkung oder Ergänzung?
Wiedersberg: Wir holen keine Spieler, die das Team nur ergänzen. Die, die ich verpflichte, sollen schon besser sein, als die, die wir abgegeben haben. Wir interessieren uns für Spieler, von denen wir denken, dass sie in unser Team und zu unserer Philosophie passen. Philip Ichovski hat trotz seines Alters schon viele Erfahrungen gesammelt. Auch international. Er gehört zum Stammsechser der österreichischen Nationalmannschaft. Es wird sich herausstellen, welche Bedeutung er für uns hat, wenn die beiden anderen Mittelblocker feststehen.
Wie kam es zum Kontakt mit Ichovski?
Wiedersberg: Österreichs Nationaltrainer Michael Warm und Matthias Münz sind gut befreundet. Mit Simon Frühbauer haben wir auch schon gute Erfahrungen gemacht. Da entsteht so ein Kontakt dann schnell. Und wir können uns sicher sein, dass die Spieler sehr gut ausgebildet sind. Vor allem auch durch Michael Warm. Zudem sind die jungen österreichischen Volleyballer sehr ehrgeizig. Die wollen sich in der starken deutschen Liga präsentieren.
Mit Christian Langer steht wohl auch ein Abgang fest. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er noch ein Jahr dranhängt?
Wiedersberg: Christian und ich sind gut befreundet. Wir haben ein Gentlemen's Agreement getroffen. Er bleibt angemeldet, gehört aber nicht zum Zwölfer-Kader. Wenn bei uns etwas Unvorhergesehenes passieren sollte, stünde er bereit. Er will kürzer treten, und für den CV Mitteldeutschland ist es so auch eine gute Lösung. Wir wissen, was wir an ihm haben, wenn wir ihn brauchen sollten.
Mitte April haben Sie gesagt, Sie hätten 35 bis 40 Spieler auf dem Zettel. Wie voll ist Ihr Zettel heute, nach sechs Wochen, noch?
Wiedersberg: Der Zettel ist noch genauso voll, aber ich habe jetzt einige Namen weggestrichen (lacht). Von einigen Spielern habe ich mir Absagen abgeholt. Die hätten uns enorm verstärkt, aber finanziell waren wir 10 000 bis 20 000 Euro im Jahr auseinander.
Wie weit sind die Verhandlungen mit anderen Spielern fortgeschritten?
Wiedersberg: Von sieben bis acht Spielern haben wir feste Zusagen. Philip Ichovski ist der erste, der unterschrieben hat. Ich bin sehr zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen weitere Unterschriften folgen. Klar ist, dass nur drei bis vier Spieler von der letzten Saison übrig bleiben. Dieser Umbruch ist groß, aber notwendig. Frisches Blut tut gut. Ich bin mir sicher, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, eine Mannschaft zu haben, die besser als Platz acht sein wird.
Zuletzt war zu hören, dass es auch mit Matthias Münz eine Annäherung gegeben hat. Bleibt er Trainer?
Wiedersberg: Es stimmt, wir haben beide einen Schritt aufeinander zugemacht. Aber der finale Schritt wird noch etwas dauern. Ich bin zuversichtlich, dass es im Juli auf dieser Position eine Entscheidung geben wird.