Der Kapitän des Spergauer Bundesliga-Volleyballer, Jiri Stolfa, hat seinen Vertrag beim CV Mitteldeutschland verlängert. (ARCHIVFOTO: ANDREAS LÖFFLER)
Der Neue ist ein Alter - und das im doppelten Sinne. Wie der CV Mitteldeutschland via Pressemitteilung veröffentlichte, wird der Kapitän Jiri Stolfa auch in der nächsten Saison für den Bundesligisten auflaufen. Der 34-jährige Tscheche, der schon in der letzten Saison zu den Routiniers im Team gehörte und in der Annahme und als Außen spielt, ist nach dem Österreicher Philip Ichovski der zweite Spieler, der einen Vertrag erhalten hat.
Piraten-Manager Rick Wiedersberg ist froh, dass sich Stolfa für ein weiteres Jahr in Spergau entschieden hat. "Ihm habe ich schon nach dem letzten Punktspiel gesagt, dass wir gerne mit ihm weitermachen würden", sagte Wiedersberg am Freitag der MZ. Dass die Entscheidung des Tschechen so lange auf sich warten ließ, hatte vor allem familiäre Gründe. "Jiris Familie lebt in Tschechien, seine Kinder gehen dort zur Schule. Da wägt er natürlich ab", erklärte Wiedersberg. "Ich glaube, wenn es nur nach ihm ginge, würde er noch so lange für uns spielen, wie ihn seine Beine tragen." Der Vertrag gilt, wie alle Verträge, die der CVM mit Spielern macht, für eine Saison.
Stolfa soll auch in der nächsten Saison eine Stütze der Mannschaft sein, der vor allem den jüngeren Spielern ein Vorbild ist. Wiedersberg ist nicht nur von den sportlichen Qualitäten Stolfas überzeugt, er schätzt ihn auch als Mensch. "Er ist so etwas wie die gute Seele in dieser Mannschaft", so der Manager, "ein feiner, immer freundlicher Mensch, auf den man sich verlassen kann."
Mit der Mentalität des Tschechen kann sich Wiederberg gut identifizieren. Beide sind gleich alt. "Er geht mit gutem Beispiel voran", so Wiedersberg. Manchmal würde sich der Manager aber wünschen, der Tscheche würde seine Vorbildfunktion etwas anders interpretieren. "Er könnte ruhig öfter seine Meinung kundtun und gerade von den jungen Spielern mehr einfordern", so Wiedersberg, "aber er ist keiner, der Kritik übt. Er ist wohl der freundlichste Mensch, den ich kenne." Von dieser Sorte gibt es nicht mehr viele, das weiß auch Wiedersberg. Deshalb sei die Vertragsverlängerung so wichtig für den CVM. Am Samstag und Sonntag weilt der Manager in Berlin bei der Olympiaqualifikation. Dort wird er mit weiteren Spielern weiterführende Gespräche führen.