Ein Basketball fällt durch das Netz des Korbes. (FOTO: DPA)
Als Beko-Bundesligist ist der Mitteldeutsche BC verpflichtet, mit je einer Mannschaft in der JBBL als auch in der nachwuchs-Bundesliga (NBBL) zu starten. Hier gelang die Qualifikation nicht, deswegen ist der MBC verpflichtet eine Wildcard zu einem vierstelligen Eurobetrag zu kaufen.
"Wir haben uns das Startrecht hart erarbeitet. Denn wir hätten durchaus auch Gruppenerster werden können", resümierte Coach Prötzig. Charlottenburg und Nürnberg hätten viel Erfahrung aus dem Vorjahr. "Die fehlt uns. Umso toller ist, dass wir so gut mitgehalten haben", lobte Prötzig sein Team. Den Turnierauftakt bestritt der MBC am Samstagnachmittag gegen die Dresden Titans. Trotz Nervosität starteten die Jungwölfe gut und führten schnell. Die Gastgeber nutzten jedoch Lücken in der Verteidigung eiskalt aus. In der zweiten Halbzeit machten die Mitteldeutschen mehr Druck in der Defensive, was schnell Früchte trug. Am Ende fiel der Sieg mit 71:48 sehr deutlich aus. Die besten Werfer waren Max Rippel (21 Punkte) und Alexander Helten (19).
Am Sonntag starteten die Wölfe gegen Charlottenburg ebenfalls gut. Das erste Viertel war ausgeglichen. Danach machten die Berliner mehr Druck und so ging es mit 30:43 in die Halbzeit. Nach der Pause zeigte der MBC-Nachwuchs sehenswerte Angriffe und überzeugte mit einer guten Ballrotation. In dem Moment, als die Jungwölfe das Spiel hätten drehen können, passierten allerdings Nervositätsfehler. Immerhin fiel die Niederlage mit 59:65 nicht zu hoch aus. "Insgesamt war das ein Duell auf Augenhöhe", befand Prötzig. "Wir haben nur zu spät die nötige Intensität gezeigt und uns auf unsere Stärken berufen", schilderte er den Verlauf. Beste Akteure waren hier der zwei Meter große Alexander Hermann (21 Zähler / 12 Rebounds) und Max Rippel (13).
Abschließend ging es gegen Nürnberg. "Hier hat sich gezeigt, dass es auf diesem Niveau den Sieg kosten kann, wenn man ein Viertel verschläft", so Prötzig. Im ersten Abschnitt taten sich seine Schützlinge schwer. Eine schwache Defensive und zu viele Fouls brachten den Franken wertvolle Zähler zum 28:12 ein. Dann wuchs der MBC über sich hinaus und gewann die restlichen Viertel. Dem Jüngsten im Team, Yannick Hennelotter, gelang mit zwei wichtigen Dreiern der Anschluss. Aber die Mitteldeutschen verkürzten nur noch zum 74:78. Erfolgreichste Schützen waren Herrmann (15 / 10), Max Rippel (13) und Alexander Helten (12). "Wir haben viele positive Sachen mitgenommen und konnten sehen, dass wir in der JBBL konkurrenzfähig sind", glaubt Prötzig fest an gute Leistungen in den kommenden Bundesligaspielen.