Basketball: Leutloff bleibt fast sicher ein Wolf

10.05.2012 20:43 Uhr | Aktualisiert 11.05.2012 12:04 Uhr
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Meisterpokal

Stolz präsentiert der MBC den Meisterpokal auf dem Rathausbalkon. (FOTO: MZ)

Von Birger zentner
Ende kommender Woche will das Management des Mitteldeutschen Basketball Clubs mit den ersten Nachrichten aufwarten, die das Gesicht des Teams 2012/13 betreffen.
weissenfels/MZ. 

Ende kommender Woche will das Management des Mitteldeutschen Basketball Clubs mit den ersten Nachrichten aufwarten, die das Gesicht des Teams 2012 / 13 betreffen. Bis dahin darf noch kräftig spekuliert werden, wer geht, wer kommt, wer bleibt? Teammanager Martin Geissler hält sich bedeckt, bestätigte aber am Donnerstag schon mal, dass man sich mit Sascha Leutloff so gut wie einig ist. Er wird nach Lage der Dinge einen Vertrag für die kommenden zwei Spielzeiten erhalten. Eine Nachricht, die den Fans der Weißenfelser Wölfe gefallen dürfte, gilt Leutloff aufgrund seiner kämpferischen Qualitäten, seiner Treffsicherheit und seiner langen Zugehörigkeit zum MBC zumindest als ein Publikumsliebling.

Bleibt der Beste?

Ein anderer, der sich in die Herzen der Fans gespielt hat, humpelt derzeit an Krücken durch die Stadt, weil er sich laut Geissler einem Eingriff am Knie unterziehen musste - Arizona Reid. In Fan-Foren will man schon genau wissen, dass er sich in Richtung Italien verabschiedet. "Gerüchte", sagt Geissler. Den will man halten. Es wäre verrückt, wenn man den besten Spieler der Liga im zurückliegenden Jahr einfach so ziehen lassen würde. Da wird Geschick gefragt sein, denn Reid hat sich mit seiner Supersaison in Deutschland bekannt gemacht. Da könnte es andere Begehrlichkeiten und letztlich Angebote geben. Denn beim MBC wird man auch im nächsten Jahr eine Summe von höchstens 800 000 Euro für Personal im Plan haben - Spieler, Trainer, Management. Der Gesamtetat von 1,2 bis 1,3 Millionen Euro wird kaum Reserven für große Sprünge haben, zumal man sich punktuell verstärken will. Mit wem? Geissler sagt dazu vorerst kein Wort.

"Die meisten Spieler reisen jetzt nach Hause, Gespräche sind mit ihnen geführt", sagt Geissler. Er und Trainer Silvano Poropat werden jetzt die Köpfe zusammenstecken, um die Personalien detailliert zu bereden, der Rest wird zumeist über die Agenten geregelt. Grundsätzlich hat man erst einmal alle Spieler auf der Rechnung, wobei punktuelle Verstärkung auch heißt, dass es punktuelle Abgänge geben wird.

Zur Geburt pünktlich

Neben Leutloff dürfte Hördur Vilhjalmsson für die Erstligasaison eine Bank sein. Er hat noch zwei Jahre Vertrag, der nur einseitig vom MBC kündbar ist. Dass man diese Karte spielt, danach sieht es ganz und gar nicht aus. Malte Schwarz und Louis Hinnant haben eine Option für die nächste Saison. Bei beiden sieht es danach aus, dass man die nutzen will. Steve Wachalski und Philipp Heyden haben zwar keine Option in ihren Verträgen, aber auch da dürfte nach Lage der Dinge seitens MBC einiges unternommen werden, um sie zu halten. Und der urplötzliche Heimflug von Jordan Collins fast nach der Schlusssirene des Finalspiels hatte nur mit der Niederkunft seiner Frau in den USA zu tun. Laut Geissler war er pünktlich zur Geburt des Nachwuchses zu Hause. Ein heißer Kandidat für die Wölfe-Trikots in der ersten Liga dürfte er, der zuletzt blendend aufgelegt war, allemal sein.