Basketball: MBC zieht ins Halbfinale ein

09.04.2012 20:12 Uhr | Aktualisiert 09.04.2012 22:09 Uhr
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Steve Wachalski

Einmal mehr erwies sich Steve Wachalski als derzeit bester Rebounder bei den Wölfen, auch wenn er von Jenaern dicht umringt wird. (FOTO: ALEXANDER BLEY)

Von BIRGER ZENTNER
Der MBC ist ins Halbfinale der Pro-A-Play-Offs (2. Liga) eingezogen. Auch das dritte Spiel gegen Science City Jena gewinnen die Weißenfelser. Der Entstand lautete 88:60.
WEISSENFELS/MZ. 

Drei Spiele gegen Jena, drei klare Siege, 66 Punkte mehr geworfen als der Gegner im Viertelfinale der Playoffs in der Liga Pro A - doch genau genommen ist noch nichts erreicht. Die Meisterprüfung folgt erst noch. Geht es nach dem Jenaer Trainer Georg Eichler, dann wird die aber auch erfolgreich sein. "Wer so gegen Jena gewinnt, wird auch Meister und steigt auf", prophezeite er am Montag in der Pressekonferenz nach dem Spiel in der Weißenfelser Stadthalle, bei dem 2 300 Zuschauer dabei waren.

Nach dem deutlichen 88:60-Sieg der Wölfe vom Mitteldeutschen Basketball Club zeigte sich auch Cheftrainer Silvano Poropat glücklich und vor allem zuversichtlich für die ab 20. April anstehenden Halbfinalbegegnungen. Da wird voraussichtlich Crailsheim der Gegner sein, denn die Merlins gewannen am Montagabend ihr zweites Spiel gegen Paderborn und brauchen noch einen Sieg. Den könnten sie am Mittwoch bei den Webmöbel Baskets einfahren.

Für die Weißenfelser Wölfe war der Abend schon so ein bisschen Schaulaufen vor den begeisterten Fans. Aber sie nehmen wohl auch mit, dass immer höchste Konzentration gefragt ist. Nachdem Jena mit Eric Vierneisel, Christoph Roquett und Chase Adams drei Leistungsträger wegen Verletzungen ersetzen musste, schien alles ganz leicht. War es aber nicht. Im ersten Viertel konnten die Zeiss-Städter sogar 9:8 und 14:10 in Führung gehen, weil sie mit ihrer aggressiven Deckung den Gastgebern mehr Schwierigkeiten bereiteten, als denen lieb war. Aber nach einer Auszeit, in der Poropat wohl noch einmal klar machte, wo es lang zu gehen hat, setzten sich die Wölfe Punkt um Punkt ab. Und während Jena nach wie vor unterm Korb gut verteidigte, hatten sie das Nachsehen bei den Distanzwürfen. Zehnmal trafen Louis Hinnant, Malte Schwarz, Agnis Cavars Jordan Collins, Steve Wachalski und Arizona Reid gleich reihenweise die Drei-Punkte-Würfe in den Korb. 21:18 hieß es nach dem ersten Viertel, 44:26 zur Halbzeitpause, 65:37 nach Durchgang drei und eben schließlich 88:60. In der Schlussphase konnte sich Poropat den Luxus leisten, seine Starting-Five komplett auf der Bank zu lassen und Nachwuchsspieler Karl Democh sowie dem nach Verletzungspause wieder Tritt fassenden Robert Huelsewede Spielzeit zu geben. Letztere nutzte das auch, um wieder herauszufinden, wie sich ein erfolgreicher Korbwurf anfühlt, dem Nachwuchstalent blieb das noch verwehrt.

Jetzt muss Poropat das Kunststück fertig bringen, die Konzentration hoch zuhalten. Denn immerhin dauert es elf Tage bis zum nächsten Spiel, dem ersten Halbfinale am 20. April um 19.30 Uhr in der Stadthalle. "Es wird bis dahin auch mal frei geben", sagte Poropat, "aber wir müssen auch ordentlich trainieren." Sobald feststeht, wer der Gegner sein wird, werde man ein Programm erarbeiten, um den Rhythmus bis zum Spiel zu finden. An Jenas Adresse gab Poropat das Signal, sich für eine Kooperation stark zu machen. Eben weil Jena sehr viel getan habe, um Nachwuchs auszubilden. Von einer Zusammenarbeit könnten beide Teams profitieren, so Poropat.