Basketball: Trainingsauftakt beim MBC

14.08.2012 20:59 Uhr | Aktualisiert 14.08.2012 21:26 Uhr
Malte Schwarz unterzieht sich dem Lactattest, bei dem die Belastungsintensität des Sportlers ermittelt wird. (FOTO: MZ) 
Von Birger Zentner
Zum Trainingsauftakt geht es für die Wölfe vom Mitteldeutschen Basketball Club (MBC) am Freitag nach Slowenien. Wer in der kommenden Saison Kapitän wird, darauf hat sich Cheftrainer Poropat noch nicht festgelegt.
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Weissenfels/MZ. 

Mucksmäuschenstill sitzen die elf Basketballer in der Stadthalle und hören sich an, was ihr Cheftrainer zu sagen hat. Silvano Poropat erklärt sein beabsichtigtes System von Basketball. Das dauert nur ein paar Minuten, dann hat der Athletiktrainer Cornell Kairies das Kommando. Es folgen ein paar einfache Übungen, bei denen der Normalsterbliche vielleicht noch - mit verzerrtem Gesicht - mithalten könnte, dann geht es schon rein in die Bewegung. Trainingsauftakt am Montagabend in der Stadthalle für die Wölfe vom Mitteldeutschen Basketball Club (MBC). Für Silvano Poropat ist es die erste ernsthafte Begegnung mit seinen fünf neuen Mitarbeitern. Der sechste fehlt noch, Chad Timberlake kommt erst morgen in Weißenfels an, hatte noch in Absprache mit dem Club Privates zu erledigen, wie Teammanager Martin Geissler sagt. "Außerdem kann er aufgrund einer noch nicht ganz auskurierten Verletzung erst Ende des Monats ins volle Training einsteigen."

Die sechs anderen auf der Bank vor ihm kennt Poropat schon aus der Vorsaison. Die neuen seien zwar seine Wunschspieler gewesen, aber "kennenlernen müssen wir uns erst noch wirklich", sagt er. Er wisse, was jeder einzelne kann, aber das müsse er nun auch zeigen. Und einiges sieht er schon in der abendlichen Trainingseinheit, in der es unter anderem darum geht, bestimmte Automatismen in den Bewegungsabläufen zu trainieren. "Alle haben gut mitgezogen", konstatiert der Trainer am Ende des Tages. Die Fitness sei in Ordnung. Jetzt hat er gute sieben Wochen Zeit, aus den sechs alten und sechs neuen Spielern ein Erstligateam zu formen.

Poropat setzt darauf, dass das nicht zuletzt deswegen relativ schnell gelingen kann, weil eben mit Sascha Leutloff, Hördur Vilhjalmsson, Johannes Lange, Steve Wachalski, Phillipp Heyden und Malte Schwarz ein Stamm zusammengeblieben ist. Der soll nun helfen, den Integrationsprozess von Kelly Beidler, Sharaud Curry, Philipp Lieser, Djordje Pantelic, Chad Timberlake und Devin Uskoski voranzutreiben.

Im Gegensatz zur Vorsaison ist Poropat in der komfortablen Lage, einen sportlichen Kader zu haben, bei dem jede Position nicht nur schlechthin doppelt, sondern annähernd gleichwertig besetzt ist. "Wenigstens hoffe ich das", sagt der Trainer schmunzelnd. Abgesehen von Philipp Lieser, der vor allem für Kooperationspartner Sandersdorf in der Liga Pro B auflaufen wird, wird es wohl in dieser Saison das Wort Ergänzungsspieler im MBC-Sprachgebrauch nicht geben. Was andersherum auch wieder heißt, jeder wird um seinen Platz auf dem Parkett und die Einsatzzeiten kämpfen müssen.

In Sachen Kapitän hat sich Poropat übrigens auch noch nicht festgelegt. "Sascha Leutloff ist ein heißer Kandidat dafür", sagt er. Für diese Aussage muss man sicher kein Prophet sein, zu sehr hatte der 29-Jährige in der Vorsaison mit stabiler Leistung aufgewartet. "Vielleicht arbeiten wir auch mit zwei Kapitänen", sinniert der Trainer. Auf jeden Fall wolle er sich für diese Entscheidung noch drei oder vier Wochen Zeit lassen.

Am Freitag geht es erst einmal ins Trainingslager im slowenischen Zrdce, in dessen Nähe sich das Trainingszentrum von Rogla befindet. "Dort gibt es optimale Übungsbedingungen, die schon verschiedene Profimannschaften genutzt haben und die auch uns helfen sollten", so Geissler.