Steve Wachalski (FOTO: MBC)
Der Mitteldeutsche Basketball Club (MBC) ist schon einmal spielfähig. Am Donnerstag hat das Team die fünfte Verpflichtung für die kommende Saison in der Beko Basketball-Bundesliga (BBL) bekannt gegeben. Und der Neue ist ein alter Bekannter: Steve Wachalski wird wie schon in der Liga Pro A nun auch in der BBL für die Wölfe auf Korbjagd gehen. Damit hat der MBC auch den vierten deutschen Spieler für das nächste Spieljahr gewonnen.
Das ist vor allem deshalb wichtig, weil es in der ersten Bundesliga eine Sechs-plus-sechs-Regel gibt. Das bedeutet, wer zwölf Spieler zum Spiel schickt, muss darunter mindestens sechs deutsche haben. Direkt auf dem Parkett muss jeweils ein Deutscher stehen. "Wir haben uns aufgrund dieser Regel vorrangig erst einmal darum bemüht, deutsche Spieler unter Vertrag zu bekommen", sagte Geschäftsführer Martin Geissler gegenüber der MZ. Neben Wachalski sind das bislang Sascha Leutloff, Phillipp Heyden und Malte Schwarz sowie der US-Amerikaner Devin Uskoski. Als fünfte deutsche Neuverpflichtung hat der MBC Johannes Lange im Visier. "Er hat uns gerade während der Verletzung von Phillipp Heyden sehr geholfen, ist Weißenfelser und identifiziert sich mit dem Team", so Geissler. Ob es wirklich zu einer Verpflichtung kommt, sei aber noch offen.
Genau so offen ist derzeit auch die Personalie Hördur Vilhjalmsson. Der Isländer hat beim MBC zwar noch einen Vertrag für die kommende Saison, aber der hat eine Optionsklausel und ist daher vom MBC einseitig kündbar. Allerdings bestätigte Geißler, dass man den Point Guard gern halten möchte. "Aber er ist isländischer Nationalspieler", so der Geschäftsführer, "wir wollen natürlich, dass er uneingeschränkt für die BBL zur Verfügung steht." Dies muss jetzt geklärt werden, dann könnte der Verpflichtung des Spielmachers und treffsicheren Schützen - vor allem von jenseits der Drei-Punkte-Linie - nichts mehr im Wege stehen.
Dass Wachalski ein Wolf bleibt, kommt nicht von Ungefähr. Der 2,02 große Power Forward (Angreifer) war in der zurückliegenden Saison einer der Dauerbrenner. Er bestritt alle 37 Partien für den MBC. In einer Pressemitteilung des Clubs wird er als Leistungsträger bezeichnet. "Trainer Silvano Poropat gewährte ihm durchschnittlich 26 Minuten Spielzeit, dabei erzielte er 9,9 Zähler und 5,1 Rebounds pro Spiel", heißt es weiter. Hinzu kommt, dass der gebürtige Köthener im Laufe der Saison 55 Distanzwürfe unterbrachte und mit 42,3 Prozent einer der treffsichersten Dreierschützen war.
Als er vor einem Jahr verpflichtet wurde, geschah das schon mit der Absicht, ihm eine längerfristige Perspektive bei den Wölfen zu geben. Das gilt nun für die neue Spielzeit, für die sein Vertrag geschlossen wurde.