Sascha Herlt (links in Rot; hier im Halbfinale gegen Dresden) war wieder einmal einer der Besten. (FOTO: STEFANIE DABROWSKI)
Die Männer des UHC Sparkasse Weißenfels haben das Double geschafft. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, konnten die Saalestädter am Sonntagnachmittag in Hamburg auch ihren Deutschen Pokaltitel erfolgreich verteidigen. Wie schon bei der Meisterschaft hieß der Gegner beim 10:7 (5:2 / 3:3 / 2:2) Red Devils Wernigerode.
"Mehr geht nicht, das ist das Optimum", jubelte UHC-Kapitän Robert Blanke. Auf dem Weg zum Titel hatten die gut 500 Zuschauer in der Wandsbeker Sporthalle einen offenen Schlagabtausch gesehen. Beim Pokal-Endspiel, dem inzwischen achten Saisonvergleich beider Teams, wurde nicht lange abgetastet. Das Spiel war gerade erst angepfiffen, da fiel bereits der erste Treffer. Ibold, auf ungewohnter Position im Sturm aufgestellt, traf nach zehn Sekunden aus dem Gewühl vorm Weißenfelser Tor zur Wernigeroder Führung. Die prompte Antwort gab Herlt, dessen abgefälschter Schuss nach 62 Sekunden zum Ausgleich einschlug. In der vierten Minute fand Robert Müller seinen Bruder Peter - 2:1 für Wernigerode. Es sollte jedoch die letzte Führung der Devils sein. Denn während die Harzer in der Folge mit ihrer Chancenverwertung haderten, saß bei Weißenfels nahezu jeder Schuss. Schlevoigt (2), Rezac, Herlt und Siede schraubten das Ergebnis bis zur 21. Minute auf 6:2.
"Wir haben zu viele einfache Gegentore zugelassen", analysierte Wernigerode-Verteidiger Ibold kritisch. Es folgte ein wilder Schlagabtausch mit weiteren Treffern auf beiden Seiten. Besonders sehenswert war dabei der Volley-Treffer von Krüger in der 35. Minute zum 5:8. Der Devils-Kapitän hatte einen hohen Pass von Akulovs aus vollem Lauf versenkt. Zugleich nahm die Partie an Härte zu, es folgten viele versteckte Fouls. Höhepunkt war eine Rangelei zwischen Ibold (Wernigerode) und Rezac (Weißenfels) an der Bande. Schiedsrichter Heuer musste eingreifen und beide Akteure zum Abkühlen auf die Strafbank schicken. Insgesamt setzte es aber zu wenig Strafzeiten, um die Gemüter nachhaltig beruhigen zu können.
Im letzten Drittel erzielte Valentin Erben zunächst das 9:5 für Weißenfels, ehe ein Kuittinen-Doppelpack (42., 48.) das Spiel noch einmal spannend macht. In den folgenden Minuten bestürmten die Devils das Tor von Eric Vogel. Doch der Weißenfelser Torhüter konnte einige Hochkaräter entschärfen. Die Entscheidung fiel in der 53. Minute als Schlevoigt einen Abpraller zum 10:7-Endstand verwerte. Der U19-Nationalspieler musste für die ausgefallenen Offensivkräfte Brückner und Händler in die Bresche springen und erledigte seinen Job mit drei Treffern beeindruckend. Dagegen konnte Wernigerode die Ausfälle von Regisseur Skippari und Stammtorhüter Blume nicht auffangen. Nach dem Triumph der Damen (Beitrag links) machten auch die Herren das Double aus Pokal und Meisterschaft perfekt. Alle Titel im bundesweiten Spielbetrieb gingen in dieser Saison nach Weißenfels einmalig in der deutschen Floorball-Geschichte.