Floorball-Spieler kämpfen um den Ball. Die Sportart wurde früher Unihockey genannt. (ARCHIVFOTO: DPA)
Für den österreichischen Nationaltrainer der U-19-Floorballdamen, Daves Werner, gab es am Freitag auf dem Spielfeld ein ganz kleines Geburtstagsgeschenk. Im Weltmeisterschaftsduell der B-Division gegen Deutschland gelang seinem Team in Nitra (Slowakei) das allererste WM-Tor zum 1:4 (31. Minute). Doch am Ende hatte die deutsche Formation um die Weißenfelser UHC-Spielerinnen Pauline Baumgarten, Felicitas Brückner sowie Carla Benndorf mit 12:1 (4:0 / 2:1 / 6:0) klar die Nase vorn und fuhr damit im dritten Match nach Niederlagen gegen Lettland (2:7) und Dänemark (3:8) den ersten Turniersieg ein.
Eine Vorlage und drittes WM-Tor
Von Beginn an bestimmte Deutschland das Geschehen und legte nach den ersten 20 Minuten ein 4:0-Führung hin. Während Österreich sich auch im zweiten Abschnitt vornehmlich auf die Defensive konzentrierte und kaum aus der eigenen Hälfte heraus kam, war die deutsche Mannschaft mit schnellen Kombinationen immer gefährlich. Doch anstatt die Chancen zu weiteren Treffern zu nutzen, bäumte sich Österreich mit gefährlichen Kontern auf. Einen davon nutzte dann Ferula Thaler zum umjubelten Ehrentreffer.
Beste deutsche Akteurin war am Ende ganz klar Julia Pradel von den Unihockey Igels Dresden. Sie markierte vier der zwölf Treffer und lieferte zudem eine Vorlage. Pauline Baumgarten, die zusammen mit Felicitas Brückner wieder in der Startaufstellung in die Partie ging, setzte einmal den entscheidenden Pass zum 7:1 (43.) und hatte mit dem Treffer zum 12:1-Endstand - ihrem dritten WM-Tor bei diesem Turnier - das letzte Wort (54.).
Am Sonnabend gegen Kanada
Theoretisch hat Deutschland am Sonnabend die Chance, mit einem abschließenden hohen Sieg gegen Kanada noch auf Rang drei vorzurücken. Doch dafür müssen die Bundestrainer Oliver Bachofen und Simon Brechbühler (Schweiz) mehr als das Optimale aus ihren Schützlingen herausholen. Kanada trotzte Lettland und Dänemark je ein 4:4 ab und schlug Österreich mit 13:0.