Fußball: Alle gegen Nessa

10.06.2012 17:53 Uhr | Aktualisiert 10.06.2012 21:06 Uhr
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Matthias Blumentritt

Matthias Blumentritt (VfB Nessa) (FOTO: MZ)

Von Matthias Voss
Der VfB Nessa spielt in der kommenden Saison in der Fußball-Kreisoberliga. Das steht nach der 1:3 (0:0)-Niederlage beim SV Rot-Weiß Weißenfels zu 99 Prozent fest. Denn auch alle anderen Spiele in der Landesklasse liefen gegen die Mannschaft von Trainer Matthias Blumentritt.
weissenfels/MZ. 

So verloren die Spitzenmannschaften 1. FC Zeitz (1:6 gegen eine mit vielen Oberligaspielern verstärkten VfL Halle 96 II), TSV Leuna (1:2 in Querfurt) und 1. FC Weißenfels (0:2 in Wörmlitz-Böllberg) allesamt gegen direkte Kontrahenten des VfB Nessa, was dessen Klassenerhaltschancen auf ein Minimum sinken lässt. Denn bei drei Punkten Rückstand auf den VfL Querfurt wird auch ein Kantersieg am letzten Spieltag gegen Wörmlitz-Böllberg der Blumentritt-Elf nichts mehr nützen, da der VfL zum Absteiger BSC Laucha reisen muss. Dieser hatte am Wochenende beim 1:3 in Teuchern seine 17. Niederlage in Folge kassiert. Mindestens ein Unentschieden sollte für die Querfurter also mehr als möglich sein.

"Ich habe beim Blick auf die anderen Ergebnisse realisiert, dass wir die Klasse nicht mehr halten können. Das ist sehr bitter, aber ehrlich gesagt sind wir nicht erst an diesem Spieltag abgestiegen", resümierte Matthias Blumentritt am Sonntag die gesamte Saison, in der seine Mannschaft zu viele Punkte unnötig hat liegen lassen. Aber auch am Weißenfelser Röntgenweg sei mehr drin gewesen, so Blumentritt. Ausnahmsweise kritisierte er den Schiedsrichter Christopher Reuschel aus Kabelsketal, der seiner Meinung nach keine besonders gute Figur abgegeben habe. "Frappierend ist dabei, dass wir diesen Schiedsrichter schon vor einer Woche beim 3:5 beim 1. FC Weißenfels hatten. Schon damals hatte er nicht unbedingt für uns gepfiffen", drückte Blumentritt seine Verärgerung vorsichtig aus.

Bei den Rot-Weißen ließ sich das Spiel aber zunächst gut für den VfB an, Nessa hatte in der ersten Halbzeit mehrere gute Chancen, nutzte diese aber nicht. Vor allem Rene Pertzel hätte freistehend die Führung erzielen müssen. Da auch Weißenfels seine Tormöglichkeiten liegen ließ, hieß es 0:0 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel fiel dann das 1:0 für die Gastgeber in Folge eines umstrittenen Freistoßes, den David Lange einköpfte (53.). "Eric Vetter hatte absolut fair geklärt, ich habe den Pfiff überhaupt nicht verstanden", regte sich Blumentritt auch einen Tag später noch über diese Szene auf. Den Ärger noch nicht ganz runtergeschluckt, kassierte der VfB zwei Minuten später das vorentscheidende 0:2 durch Martin Köhler (55.), der einen Lattentreffer von Tom Schwabe abstaubte. Doch knapp 20 Minuten vor Schluss wurde es noch mal knapp, als Marcel Müller nach einer Unkonzentriertheit in der Weißenfelser Abwehr zum 1:2 traf. Die Hoffnung auf wenigstens einen Punkt schwand kurz darauf, denn Mathias Uloth stellte mit einem Kopfball den 3:1-Endstand her (84.).

"Wir haben schon abgeschlossen mit der Landesklasse. Es war eine schöne Zeit, aber jetzt müssen wir nach vorne schauen. Denn der Wiederaufstieg wird nicht einfach. Uns werden mit Sicherheit ein paar Spieler verlassen", kündigte Blumentritt an.

Weißenfels: Schreiber, Schwabe (75. Wolffgram), Kopp (37. Kolb), Kritzler, Uloth, Marcus und David Lange, Wendler, Thiele, Köhler und Wiesner (85. Steinbrück). Nessa: Zimmermann, Felix und Fabian Hietzschold, Oswald, Erdmenger, Müller, Schellenberg (55. Franke), Vetter, Pertzel, Ritter (81. Georgi) und Lippert (61. Schenk)